Keine Depressionen sind auch kein Problem

joan 16 Juli, 2007 18:06 märchenhaftes, auswärtiges Permalink Trackbacks (0)

Warum sollten nur depressive Menschen Antidepressiva bekommen? Wo es doch mit eben diesen viel schöner wäre? Und viel rentabler noch dazu, weil, glücklich wäre man sicher viel produktiver? Und man kauft bestimmt auch jeden Scheiss - hauptsache rosa. Am besten man kippt das Zeug direkt ins Trinkwasser, wäre sicher allen mit geholfen!

Ihr denkt ich habe zuviel gekifft? Nein Nein, keine Panik, der Vorschlag ist nicht von mir, ich bin nur in der Frankfurter Rundschau drüber gestolpert, er kommt ursprünglich von renommierten Wissenschaftlern aus Havard. Also von einem, um ganz genau zu sein, und zwar vom Gesundheitswissenschaftler Adam Block, welcher in seiner neuen Studie mit dem tollen Titel "Kosten und Vorzüge direkter Verbraucher-Werbung" zu folgendem, etwas überraschenden Ergebniss kommt.

Der Gewinn an Lebensqualität für jeden neu mit Antidepressiva behandelten Patienten sei 63 Mal so groß wie die anfallenden Therapiekosten. Insgesamt sei es sogar ökonomisch gerechtfertigt, die gesamte US-Bevölkerung unbesehen mit entsprechenden Mitteln zu behandeln. Die flächendeckende antidepressive Behandlung aller Bürger schlüge mit einem Überschuss von umgerechnet 58 Millionen Euro zu Buche und führe damit zu einem unbestreitbaren "Wohlfahrtsgewinn".

Gut, nur einer von 20 Zwangs-Behandelten würde das Medikament wirklich brauchen, aber hey, wenns sich rechnet... ;)


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