Das der gemeine Anwohner mit dem gemeinen Drogen-Touristen so seine Probleme hat lässt sich wohl leicht nachvollziehen. Das die CDU solche Sorgen natürlich immer gerne aufgreift auch, das kommt bei der Zielgruppe immer gut an. Für die CDU ist der Schuldige natürlich schnell ausgemacht, und zwar die kindervergiftende liberale Cannabispolitik der Niederländer und ihr paramilitärischer Arm Auswuchs - der Coffee-Shop.
Wenn man die Niederländer fragt sieht das natürlich etwas anders aus. Die freuen sich zwar auch nicht über die einfallenden Horden, gehen das Problem aber immerhin an (indem sie die Coffeeshops teilweise direkt an die Grenze verlagern um so ihre Anwohner vor eventuellen Belästigungen zu schützen). Ich mein, klar, wieso sollten die sich auch einzäunen oder so, sind ja schließlich unsere Touristen, und wir könnten ja bei uns selber Cannabis-Abgabestellen einrichten, oder sowas.
Was natürlich die CDU wieder auf-, und zu ständig neuen, abstrusen Forderungen anregt. So gab es jetzt mal wieder eine mehrstündige Diskussionsveranstaltung zum Thema, ausgelöst vom vermehrten "Wir trauen uns kaum noch aus dem Haus"-Geschrei der Nettetaler Anwohner. Bei dieser war natürlich kein Coffeeshop-Betreiber oder Drogen-Tourist zugegen, dafür lud der örtliche CDU-Vorsitzende Jürgen Boyxen den Staatssekretär von Schäuble, Peter Altmaier, ein. Desweiteren den Bürgermeister und diverse Zoll-, Bundespolizei- Partei- und Amtsvertreter sowie ein Reporter vom Grenzlandboten.
Zum Abschluss schlug Altmaier einige Maßnahmen vor, zum Beispiel die Herausgabe der Kundendaten an deutsche Behörden, damit Besucher tatsächlich nur in einem Shop bis zu fünf Gramm erwerben können. Desweiteren drohte versprach er noch, das Thema mit dem niederländischen Innenminister, auf Botschaftsebene und mit Wolfgang Schäuble zu besprechen.
Das dabei wahrscheinlich kaum die Erkenntniss aufkommt auch in Deutschland Coffeeshops zu eröffnen ist wohl absehbar :/
Altmaier will Kundendaten von Coffeeshops
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