Kreuzberg bald narkotisiert und eingezäunt?

joan 19 Juni, 2007 12:55 politisches, repressives Permalink Trackbacks (0)

Wir berichteten ja vor kurzem schon vom Symposium zur Zukunft der nicht-tödlichen Wirkmittel. Wie konkret die Pläne zum Einsatz von Drogen zur Deeskalation wirklich sind - keine Ahnung - die Planspiele sind jedoch, mal ganz abgesehen von der Zielgruppe, mehr als schräg. In einem Artikel der SZ vom 18.6.2007 über Hirnforschung findet man zum Beispiel folgenden, vielversprechenden An- ...äh... Absatz.

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Der Chef der Abteilung erzählte im Plauderton, man habe kürzlich auf Anfrage der Bundesregierung einen Workshop mit Soziologen, Bionikern, Hirnforschern, Steuerungstechnikern und anderen Experten abgehalten.

Am Beispiel von Berlin habe man die augenblickliche "soziale Segregation extrapoliert". Das sollte so viel heißen wie: Was passiert eigentlich, wenn sich Probleme mit Migranten und schlecht integrierten Deutschen ausländischer Herkunft wie kürzlich in Kreuzberg und Neukölln verschärfen?

Die Gruppe von Wissenschaftlern entschied sich "klassisch" für das Einzäunen - zum Schutz der "höherwertigen Lebensräume" und um zu verhindern, dass marodierende Horden aus den weniger wertvollen Quartieren die ungeschützten urbanen Zwischenlagen plündern.

Dass eine Kasernierung der "Unzufriedenen" soziale Spannungen eher verstärkt, fiel unmittelbar auf. Der Vorschlag der Arbeitsgruppe: die bestehende Infrastruktur nutzen und die unruhigen Bezirke über Drogen im Trinkwasser ruhig stellen.
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