Japanischer Zoll verschenkt Cannabis

joan 26 Mai, 2008 14:49 seltsames, auswärtiges Permalink Trackbacks (0)

hund im streikGlück muß man haben. Ein japanischer Zöllner versteckte 140g Grass im Koffer eines ihm unbekannten Passagieres um seinen Drogenhund zu schulen - und *harhar* verpeilte dann in welchem Gepäckstück genau sich das Zeug befand. Der sogenannte Drogenhund war wohl leider grad im Streik, oder hatte einfach keinen Bock auf den Scheiß, auf jeden Fall solltet ihr mal in euerem Koffer schauen wenn ihr grad aus Tokio wiedergekommen seid... Zollchef Manpei Tanaka *hihi* entschuldigte sich für den "äußerst bedauerlichen" Vorfall. Bislang meldete sich niemand *ahaha*, um die in Zeitung eingewickelten und einer kleinen Bleckdose versteckten Drogen zurückzugeben.


Gen-Hasch-Zitat stammt von den GRÜNEN

joan 11 Mai, 2008 13:52 märchenhaftes, politisches Permalink Trackbacks (0)

Kleiner Nachtrag zum Gen-Haschisch-Artikel... Micha vom Hanfjournal hat herausgefunden, dass der dort zitierte Michael Bay nicht nur Autor von Kriminalromanen und Diplom-Psychologe ist, sondern auch Pressesprecher der GRÜNEN in Kleve - was die Sache nicht unbedingt besser macht...

Ich hatte ja auch noch nen Kommentar bei RP-Online hinterlassen, in welchem ich mal freundlich angefragt habe auf welchen Tatsachen die Behauptungen basieren. Kurz darauf kam dann folgende Antwort: "Vielen Dank für den Hinweis, wir werden das überprüfen. Freundliche Grüße aus der Redaktion." Allein, das wars dann auch, und heute war nicht nur der Artikel unverändert vorhanden - im Gegenteil - die beanstandeten Passagen werden von der RP-Mediengruppe fröhlich weiterverbreitet. Unter der Überschrift Kiffen bis der Staatsanwalt kommt sieht man gut was dabei herrauskommt, wenn man seine Leser derart informiert verblödet...

Naja, ich hab nochmal nachgehakt und gefragt wie weit die Recherche jetzt gediehen ist, aber wie gesagt, es wäre fast ein Wunder wenn da noch was kommt...


Marlboro-Mann berät Berater?

joan 09 Mai, 2008 21:32 politisches Permalink Trackbacks (0)

Ich glaube, Phillip Morris hat einen Vertreter im Nationalen Drogen- und Suchtrat, wahrscheinlich sogar den Marlboro-Mann persönlich. In der Welt Online ist zu lesen das der Glimmstengel-Marktführer der Bundesregierung gerade mit Werksschließung droht falls seine Vorstellungen im Bereich des Jugenschutzes nicht endlich durchgesetzt werden. Ja, richtig gelesen:

[...] Nach WELT-ONLINE-Informationen aus der Zigarettenbranche verlangt der US-Konzern, dass die Bundesregierung die Packungen von heute 17 Stück auf mindestens 20 Zigaretten per Gesetz festschreibt. Dadurch wären Preiserhöhungen möglich. Packungspreise von fünf Euro am Automaten wären dann bei entsprechend mehr Inhalt denkbar. Philip Morris droht der Bundesregierung nach den Informationen damit, anderenfalls das Werk in Berlin mit rund 1000 Mitarbeitern oder in Dresden mit rund 400 Beschäftigten dichtzumachen. [...] Begründet wurde die Forderung mit der Produktionstechnik in den Werken, mit dem Jugendschutz und tabaksteuerlichen Gesichtspunkten. [...]

Moment, kommt einem das nicht irgendwoher bekannt vor? Hat nicht gerade heute erst der Drogen- und Suchtrat (hier auch in der Welt Online) exakt dasselbe gefordert?

[...] Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrates fordern ein schärferes Vorgehen gegen das Rauchen. [...] Für Zigarettenschachteln solle die Mindestgröße demnach bei 20 Stück liegen, was die Packungen verteuern könne. Zudem werde ein Werbeverbot für Großplakate geprüft. Die Geschäftsstelle der Bundes-Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) bestätigte diese Vorschläge. [...]

Mensch wie praktisch, ein Schelm wer Böses dabei denkt. Selbst Marianne Tritz, EX-Bundestagsabgeordnete und Mitglied der GRÜNEN - jetzt Geschäftsführerin beim Deutschen Zigarettenverband (bei dem PM nicht mitmischt) ist höchst erstaunt und kann es noch nicht ganz fassen... Das scheint mir eher wieder so ein interner Graben- und Verteilungskampf der Drogenmafia zu sein, mal schauen was da noch kommt...


Suchtbericht-Gestalter machen Drogen-Werbung

joan 09 Mai, 2008 13:32 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Laut BILD legten Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrates ein "Strategiepapier für ein Nationales Aktionsprogramm zur Tabakprävention" vor, in welchem verschiedene Einschränkungen bei der Tabakwerbung sowie Preiserhöhungen für Zigaretten, eine Mindestpackungsgröße und ein umfassendes Verbot von Zigaretten-Automaten vorgesehen ist.

Eigentlich wollte ich mich ja in diesem Zusammenhang auf die Zigaretten-Automaten stürzen, weil, für deren Umstellung auf Chipkarten (ganz im Dieste der Tabaklobby - die Leute haben inzwischen einfach öfter ne Karte als Kleingeld dabei) hat sich Sabine Bätzing ja letztens noch extrem engargiert - und das ganz nebenbei als Jugendschutz-Maßnahme verkauft... Insofern bezweifle ich das sie da ein Verbot durchdrücken will oder kann... Aber dieses Thema läuft nicht weg - und ich bin da noch über was anderes gestolpert - was hier irgendwie ganz herrvorragend passt ;)

Thema Heute, die oben schon angesprochenen Werbe-Beschränkungen... Genauer gesagt das unter anderem geplante, weitgehende Rauchverbot in "Film- und Fernsehproduktionen, die mit öffentlichen Mitteln (co-)produziert werden"... Ich glaub ich les nich recht... Wie kommt die Frau dazu das Rauchen auf eine Stufe zu stellen mit Inhalten "aufdringlich vergröbernder Sexualität oder Brutalität", die laut Filmförderungsgesetz nicht gefördert werden dürfen?  Aber bevor ich jetzt der FDP alles nachplappere - hier, in dieser Pressemitteilung, ist das eigentlich alles gut auf den Punkt gebracht - ich wollte ja auf was ganz anderes hinaus...

...nämlich auf die Rauschgift-Werbung im ganz allgemeinen. Da sollte sich Frau Bätzing nämlich mal an die eigene Nase fassen. Sie könnte zum Beispiel im eigenen Haus anfangen und auf die Werbe-Agentur Zum Golden Hirschen einwirken, welche nicht nur für die Gestaltung des Drogen- und Suchtberichtes des Gesundheitsministeriums zuständig ist, sondern auch die Werbekampangen für Alkohl- und Tabakverkäufer entwirft - sowie diverse Alkohol- und Tabaklobbyisten berät. Hier ein kleiner Auszug der illustren Kunden dieser Agentur:

BDTA (Bundesverband dt. Tabakwarengroßhändler u. Automatenaufsteller), Deutsches Weininstitut, Hövels Bier (Oetker-Gruppe), Radeberger Gruppe, Spielbanken Niedersachsen, Tobaccoland, Ur-Krostitzer, Bundesministerium für Gesundheit

Klar, eigentlich ist das nix Besonderes - Werbefuzzys machen für Geld alles - und man kann denen ja nicht bei der Wahl ihrer Kunden reinreden, aber irgendwie ist es schon komisch wenn der Drogen- und Suchtbericht von Leuten gestaltet wird, die sich ein paar Tage später damit brüsten für Tobaccoland ein Gewinnspiel umgesetzt zu haben, das Zigarettenautomaten für Raucher wieder attraktiv machen soll.


Gen-Haschisch macht gewalttätig

joan 07 Mai, 2008 18:19 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Da glaubt man man hat das gerade abgehakt - da kommt die Rheinische Post mit einer Schlagzeile die hätte von mir sein können ;-) Die RP glänzte ja schon des öfteren mit ihrer Cannabis-Phobie, unter anderem folgende Zitate standen alle schon in dieser Zeitung:

[...] Die heutigen Cannabis-Produkte hätten eine viel höhere Wirkstoffkonzentration als vor 30 Jahren. „Was damals 0,3 Liter Bier waren, sind heute 0,3 Liter Schnaps“ [...]

[...] Um so mehr, als der THC-Gehalt [...] dank spezieller Züchtungen in der Schweiz und den Niederlanden inzwischen um zehn Prozent höher ist.[...]

[...] "Der Wirkstoffgehalt von Cannabis ist in den letzten Jahren stark angestiegen und ein Joint heute fünf mal so intensiv wie vor zehn Jahren", erklärt Wolf. Der Wirkstoffgehalt der Haschischpflanzen sei durch Zucht so verändert worden, dass eine körperliche Abhängigkeit viel schneller erreicht sei. [...]

Und weil selbst diese Lügen anscheinend noch zu harmlos waren, musste wohl dringend was härteres her, was stärkeres, quasi ein Gen-Grass-Extrakt! Zum Glück war schnell ein Diplom-Psychologe und Krimi-Autor gefunden, der noch eins draufsetzen konnte - und heute ist unter der Überschrift Aus den Niederlanden: Gen-Haschisch macht gewalttätig unter anderem folgender Blödsinn zu erfahren: 

[...] Sorge bereitet den Experten neben dem ausufernden Alkoholkonsum von Jugendlichen vor allem der zunehmende Missbrauch von Cannabis. Das Problem werde durch den Konsum von genmanipulierten Pflanzen, die in den Niederlanden angebaut würden, verstärkt. "Die Wirkstoffkonzentration ist um ein Vielfaches höher als früher", sagt der Diplom-Psychologe Michael Bay. Die Folge sei, dass die Substanz massiv abhängig mache. "Im Drogenrausch kommt es dann häufig auch zu schweren Delikten wie Mord, Sexualstraftaten und Körperverletzungen. [...]

Tolles Empfehlungsschreiben für die BILD eigentlich, da sollte sich Gerhard Voogt, der Schreiberling und Entdecker des Gen-Haschisch, mal mit vorstellen.

...mehr zu Thema hier: Gen-Hasch-Zitat stammt von den GRÜNEN


Teenies zwischen 18 und 64

joan 07 Mai, 2008 15:02 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Apropos Suchtbericht... Wie schon erwähnt steht dort ja unter anderem, "dass in Deutschland insgesamt etwa 600.000 Personen zwischen 18 und 64 Jahren Cannabis entweder missbrauchen (380.000) oder von Cannabis abhängig sind(220.000)."... Bei einer großen deutschen Tageszeitung ist aus dieser eigentlich recht eindeutigen Aussage folgendes geworden:

[...] Der Wandel betrifft auch das Kiffen. Immer weniger Jugendliche zünden sich Joints an. Laut Bätzing eine logische Entwicklung: "Wer nicht raucht, greift auch weniger zum Joint." Gleich groß geblieben aber ist die Gruppe der "starken Kiffer" - also jener rund 600.000 Teenies, die gleich mehrmals am Tag Cannabis konsumieren.[...]

Aha, die Taz-Definition von "Teenies" ist also "Personen zwischen 18 und 64 Jahren" - man lernt nie aus... Aber hey, die sind halt einfach Jung geblieben, äh... oder so.

P.S.:
Es gibt da auch ein schönes Blog zur Taz, sollte man sich mal bookmarken: Achtung: tazblog!


Suchtbericht diffamiert Alkohol in riskanter Weise

joan 06 Mai, 2008 16:50 politisches, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Der Suchtbericht ist ja grade in aller Munde. Ich breite den jetzt hier aber nicht auch nochmal aus sondern beschränke mich mal lieber auf die kleinen, seltsamen Verschreiber der Presse, die seltsamen Rechtfertigungen der Alkohollobby und die üblichen - aber nicht weniger seltsamen - Formulierungen im Bericht selber... Alles sehr seltsam also, aber lest selbst:

Im Drogen- und Suchtbericht findet man die (offizielle) Anzahl der Konsumenten und Süchtigen für verschiedene Drogen... Bei Cannabis heißt es unter anderm: 

[...] Der Epidemiologische Suchtsurvey von 2006 geht davon aus, dass in Deutschland insgesamt etwa 600.000 Personen zwischen 18 und 64 Jahren Cannabis entweder missbrauchen (380.000) oder von Cannabis abhängig sind(220.000). [...]

Bei Alkohol werden die Zahlen wie folgt angegeben:

[...] 9,5 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Weise. 1,3 Millionen Menschen sind alkoholabhängig. [...]

Na? Wer findet den fett hervorgehobenen Unterschied? Genau, legalen Alk missbraucht man nicht, man trinkt nur in riskanter Weise - währendessen diese kriminellen Haschspritzer von unserem Geld schon morgens ... *argh* ... Aber egal, das regt mich schon garnicht mehr auf... Lustig ist nur mal wieder die BILD, bei denen wird aus riskantem Konsum nämlich: "9,5 Millionen konsumieren riskante Mengen Alkohol" - aber hey, gehupft wie gesprungen... Und so genau nehmen es ja auch andere nicht immer, bei der Süddeutschen Zeitung zum Beispiel scheint die DMAZ-Taste zu klemmen: 

[...] Doch regelmäßigen Missbrauch oder Abhängigkeit gibt es auf gleichbleibend hohem Niveau bei etwa 600 000 vorwiegend jungen Erwachsenen - deutlich mehr als in den Vorjahren. [...] 

Oh, noch paar schöne Zitate gefällig? Der DBB (Deutscher Brauer-Bund) weint gar bitterlich ob der bösen Wortwahl der fiesen Drogenbeauftragten... Dabei kommt die Alkoholiker-Fraktion ja sogar noch halbwegs gut weg ;-) Hier ein Best-Of der DMM-Pressemitteilung:

[...] "Der Drogen- und Suchtbericht 2008 erweckt den Eindruck, dass aus dem Land der Dichter und Denker ein Land der Säufer und Trinker geworden ist." [...] Die Realität ist nach seinen Angaben jedoch eine gänzlich andere: Allein im Zeitraum von 1990 bis 2006 ist der Alkoholkonsum um rund 16 Prozent zurückgegangen.

Bei Alkohol von einer "Alltagsdroge" zu sprechen sei eine Diffamierung.
Mehr als 95 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gingen sach- und situationsgerecht im Alltag mit alkoholhaltigen Getränken um. Verantwortungsbewusster Alkoholkonsum sei in Deutschland Teil des kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens.

[...] Geradezu hinters Licht führe die Aussage im Drogen- und Suchtbericht, die Einführung der Sondersteuer für Alkopops habe zu einem Konsumrückgang geführt. „Zeitgleich mit der Einführung der Sondersteuer ist der Wod-ka-Konsum gestiegen, da Jugendliche wieder selbst mixen“, erklärt Hahn. Die Verbots- und Besteuerungspolitik könne vom Ergebnis her nicht als Erfolg eingestuft werden.

Auch die Drogen- und Suchtpolitik müsse zur Kenntnis nehmen, dass eine nachhaltige Veränderung von menschlichem Verhalten sich nicht gesetzlich verordnen lässt. [...]

...aber das wäre wohl doch etwas zu viel verlangt ;-)


Wieviel Wirk ist wirklich im Stoff?

joan 05 Mai, 2008 12:09 märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Drogen- und Suchtberichtes für 2007 (hier als html-Version) stolperte ich auch nochmal über den höchstoffiziellen REITOX-Bericht 2007 (www.dbdd.de, hier als PDF), in welchem ich folgenden aufschlußreichen Text fand - inclusive dieser schönen Tabelle... Tja, blöd gelaufen... War wohl nix mit diesem Horror-Grass - aber zum Glück liest ja keine Sau solche Berichte...

[...]
Die Wirkstoffgehalte* werden für jede Cannabiszubereitung getrennt erfasst und ausgewertet. Die Bestimmung des THC-Gehalts erfolgte 2006 auf der Basis der Beschlagnahmungen von 2.183 Proben Marihuana, 4.467 Proben mit Blütenständen und 3.679 Proben Haschischharz durch die Labore von BKA, LKÄ und Zollbehörden. Wie bereits im Vorjahr, zeigt sich auch von 2005 nach 2006 erneut ein Rückgang des mittleren THC-Gehalts, der sowohl auf den rückläufigen mittleren Wirkstoffgehalt von Cannabisharz als auch von Marihuana zurückzuführen ist. Ein Teil des Rückgangs bei Marihuana erklärt sich aus der Tatsache, dass 2006 alle teilnehmenden Labore das Marihuana getrennt nach Cannabiskraut und Blütenständen gemeldet haben, die mit 10,6% einen höheren Wirkstoffgehalt aufweisen als das Cannabiskraut. Im Jahr 2005 haben bereits 86% der teilnehmenden Labore separate Daten geliefert, so dass der Rückgang des mittleren Wirkstoffgehaltes seit 2005 auch als Folge dieser differenzierten Betrachtung gesehen werden muss. Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich sowohl für Cannabisharz als auch Marihuana nur geringe Veränderungen.

THC-Gehalt bei Marihuana und Haschisch von 1997 bis 2007

* Bei den gemeldeten Wirkstoffgehalten wird das bei thermischer Belastung zusätzlich entstehende Tetrahydrocannabinol (THC) mit berücksichtigt.
[...]

 


Zoll versteigert Haschgift-Lampen

joan 04 Mai, 2008 14:56 seltsames Permalink Trackbacks (0)

NDL-Set aus der Zoll-AuktionVielleicht nur ein Versehen? Vielleicht ein Testballon? In den Niederlanden wird beschlagnahmte Anbau-Technik ja schon seit langem versteigert, in Deutschland ist das eher neu. Und irgendwie hätte ich auch kein gutes Gefühl dabei mir meine Lampe direkt bei der Polizei (und dann auch noch von der bayerischen) abzuholen...

[...] Bevorzugt Selbstabholung (wegen hoher Zerbrechlichkeit) [...]

Und wer weiß, vielleicht sind sie ja eine Woche später wieder da, nehmen alles wieder mit und bieten mir das Ding kurz daruf nochmal (dafür vielleicht besonders günstig) an? Man kann leider nur spekulieren, verkauft bekommen haben sie das Gerät auf jeden Fall. Hier auf jeden Fall nochmal der Link zur (schon abgelaufenen) Auktion - und hier noch ein Screenshot davon - nur falls die die Seite mal löschen ;)


Schizophrener? Am Schizophrensten!

joan 04 Mai, 2008 14:07 zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Unter dem Titel Ein Elefant würde schizophren veröffentlichte die Ostthüringer Zeitung am 25.4.2008 einen Artikel mit folgendem, spektakulären Zitat von Psychodrama- und Suchttherapeut Andrej Singer, seines Zeichens Leiter der zum Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) gehörenden Jugendhilfe-Einrichtung "Grenzland".

[...] Eindringlich warnte Singer vor dem regelmäßigen Konsum von Haschisch oder Marihuana. "In den 1990er-Jahren hat die Wirkstoffkonzentration (THC) bei 12 bis 18 Prozent gelegen. Heutzutage sind es bei 'Grassorten' 30 Prozent", so der Leiter der Einrichtung des CJD. "Bei fünf Gramm täglich würde sogar ein Elefant schizophren." [...]

Aber keine Aufregung, die Zeitung ist Schuld, nach einer kurzen Anfrage erreichte eine freundliche Mail von Herrn Singer in welcher er uns folgendes mitteilt:

[...] Ich wurde leider falsch zitiert!!!! Habe dort schon angerufen und ein neues Interview gegeben. [...]

...bin ja mal sehr gespannt wie - und ob überhaupt - dieses Zitat von der OTZ richtig gestellt werden wird, ich wage ja fast zu bezweifeln das da noch was kommt.

Update vom 4.05.2008:

Na da schau her, was erblicken da meine ertrübten Augen in der OTZ? In der Tat: Ein neues Interview mit Andrej Singer, so kann man sich täuschen. Aber zu früh gefreut, zwar geht es in die richtige Richtung, und es werden auch keine Elefanten mehr diskriminiert, aber die ein oder andere Blüte findet sich trotzdem noch. Da heute aber Sonntag ist und die Sonne scheint hacke ich da garnicht groß drauf rum, es handelt sich eh nur um die üblichen Verallgemeinerungen. Anzumerken wäre vielleicht noch, dass das 30%-Grass nicht mehr direkt erwähnt wird, dafür aber als "immer potentere Pflanzen" auftaucht. Das aber immerhin nur noch am Rande und nicht mehr als Aufmacher. Davon, dass man von selbigem auch weniger konsumieren könnte - und dieses auch durch nicht krebserregende Konsumformen wie Essen oder Verdampfen - ist natürlich nichts zu lesen, genau so wenig wie über die falschen Zitate aus dem letzten Artikel, aber das wäre auch etwas zu viel verlangt...

Ansonsten aber ein (für die OTZ) sehr halbwegs differenzierter Bericht, welcher ausnahmsweise mal nicht den Drogen sondern den Konsumenten für seine Taten verantwortlich macht... Hier nur mal ein paar Auzüge, das komplette Interview findet sich hier:

[...]

Herr Singer, Drogen sind für junge wie für erwachsene Menschen eine Gefahr. Welche Droge ist für Sie die gefährlichste?

Drogen können giftig sein. Drogen können auch gefährlich sein. Ich sehe aber nicht die hauptsächliche Gefahr in Drogen, sondern die Gefahr liegt bei mir als Mensch. Ich bin derjenige, der zur Droge ja oder nein sagt. In der Arbeit mit Sucht und Abhängigkeit wird zu viel Wert auf Drogen gelegt und weniger auf die Frage, wie werde ich suchtkrank, was bedeutet eine Suchterkrankung für den einzelnen Menschen. Ich will damit nicht sagen, dass Drogen ungefährlich sind.

Welche Drogen sind besonders giftig?

Dazu zähle ich Tabak, Alkohol, Crack und Crystal. Diese Drogen sind sehr gefährlich und schädigen den Körper zusätzlich zu den psychischen Folgen, die bei langjährigem Konsum entstehen können.

Rauchen bezeichnet man als Einstiegsdroge. Wie wirkt sich der Griff zur Zigarette bei jungen Menschen aus?

Medizinisch gesehen können schon sieben Zigaretten bei einem 12- bis 13-Jährigen zur Sucht führen. Nikotin erreicht in drei, vier Sekunden das limbische System und verursacht die Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin im Körper. Ïch schätze Tabak als eine sehr gefährliche und giftige Substanz ein. Leider Gottes fangen wir jetzt erst so richtig an, uns mit dieser Gefahr zu beschäftigen. Bis jetzt war Nikotin in der Gesellschaft akzeptabel. Die Werbung finde ich ganz schlimm. Kinowerbung ist für ein Klientel von 14 bis 25 Jahre. Leider ist sie hervorragend gemacht. Sehr gefährlich für Kinder ist, dass es eine Verharmlosung von Drogen gibt, etwa als Schokoladen-Zigaretten, Kaugummi-Zigaretten oder Kindersekt.

Zigaretten werden häufig dafür verwandt, andere, vermeintlich leichte Drogen zu onsumieren. Wie groß ist das Suchtpotenzial bei Haschisch oder Marihuana?

Ich glaube nicht, dass man das Suchtpotenzial nur an der Droge bestimmen kann. Es hängt von der Person und der Art des Konsums ab. Wenn ich nur gelegentlich einen Joint rauche, dann hat diese Droge ein relativ geringes Suchtpotenzial. Sie ist allerdings nicht ungefährlich. Es ist ähnlich wie bei Tabak. Beide sind krebserregend und ungesund.

Wie sieht es bei regelmäßigem Canabis-Konsum aus?

Wenn ich jeden Tag rauche, schon morgens einen Joint im Mund habe, einen Eimer (eine Wasserpfeife) konsumiere, dann hat die Droge ein hohes Suchtpotenzial. Die durch das Rauchen von Canabis verursachte Lungenfunktionsstörung ist 2,5 bis 5-fach stärker ausgeprägt als beim Rauchen einer Zigarette (siehe www.thorax.bmj.com). Dazu kommt, dass man heute versucht immer potentere Pflanzen zu erzeugen.

[...]

Gibt es steigend Fallzahlen in den psychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern und Suchtkliniken?

Ja, es gibt Fallzahlen nach denen der Anstieg an Psychosen bei Jugendlichen durch den Konsum von Canabis extrem gestiegen ist (siehe www.neuland.com). Der Konsum von Canabis beschleunigt den Ausbruch einer Schizophrenie mit einer 5-fach erhöhten Prevalanz. Das bedeutet, wenn ich einen intensiven Konsum von Canabis betreibe kann es viel schneller zu einer Psychose kommen.

[...]


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