Gen-Hasch-Zitat stammt von den GRÜNEN

joan 11 Mai, 2008 13:52 märchenhaftes, politisches Permalink Trackbacks (0)

Kleiner Nachtrag zum Gen-Haschisch-Artikel... Micha vom Hanfjournal hat herausgefunden, dass der dort zitierte Michael Bay nicht nur Autor von Kriminalromanen und Diplom-Psychologe ist, sondern auch Pressesprecher der GRÜNEN in Kleve - was die Sache nicht unbedingt besser macht...

Ich hatte ja auch noch nen Kommentar bei RP-Online hinterlassen, in welchem ich mal freundlich angefragt habe auf welchen Tatsachen die Behauptungen basieren. Kurz darauf kam dann folgende Antwort: "Vielen Dank für den Hinweis, wir werden das überprüfen. Freundliche Grüße aus der Redaktion." Allein, das wars dann auch, und heute war nicht nur der Artikel unverändert vorhanden - im Gegenteil - die beanstandeten Passagen werden von der RP-Mediengruppe fröhlich weiterverbreitet. Unter der Überschrift Kiffen bis der Staatsanwalt kommt sieht man gut was dabei herrauskommt, wenn man seine Leser derart informiert verblödet...

Naja, ich hab nochmal nachgehakt und gefragt wie weit die Recherche jetzt gediehen ist, aber wie gesagt, es wäre fast ein Wunder wenn da noch was kommt...


Gen-Haschisch macht gewalttätig

joan 07 Mai, 2008 18:19 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Da glaubt man man hat das gerade abgehakt - da kommt die Rheinische Post mit einer Schlagzeile die hätte von mir sein können ;-) Die RP glänzte ja schon des öfteren mit ihrer Cannabis-Phobie, unter anderem folgende Zitate standen alle schon in dieser Zeitung:

[...] Die heutigen Cannabis-Produkte hätten eine viel höhere Wirkstoffkonzentration als vor 30 Jahren. „Was damals 0,3 Liter Bier waren, sind heute 0,3 Liter Schnaps“ [...]

[...] Um so mehr, als der THC-Gehalt [...] dank spezieller Züchtungen in der Schweiz und den Niederlanden inzwischen um zehn Prozent höher ist.[...]

[...] "Der Wirkstoffgehalt von Cannabis ist in den letzten Jahren stark angestiegen und ein Joint heute fünf mal so intensiv wie vor zehn Jahren", erklärt Wolf. Der Wirkstoffgehalt der Haschischpflanzen sei durch Zucht so verändert worden, dass eine körperliche Abhängigkeit viel schneller erreicht sei. [...]

Und weil selbst diese Lügen anscheinend noch zu harmlos waren, musste wohl dringend was härteres her, was stärkeres, quasi ein Gen-Grass-Extrakt! Zum Glück war schnell ein Diplom-Psychologe und Krimi-Autor gefunden, der noch eins draufsetzen konnte - und heute ist unter der Überschrift Aus den Niederlanden: Gen-Haschisch macht gewalttätig unter anderem folgender Blödsinn zu erfahren: 

[...] Sorge bereitet den Experten neben dem ausufernden Alkoholkonsum von Jugendlichen vor allem der zunehmende Missbrauch von Cannabis. Das Problem werde durch den Konsum von genmanipulierten Pflanzen, die in den Niederlanden angebaut würden, verstärkt. "Die Wirkstoffkonzentration ist um ein Vielfaches höher als früher", sagt der Diplom-Psychologe Michael Bay. Die Folge sei, dass die Substanz massiv abhängig mache. "Im Drogenrausch kommt es dann häufig auch zu schweren Delikten wie Mord, Sexualstraftaten und Körperverletzungen. [...]

Tolles Empfehlungsschreiben für die BILD eigentlich, da sollte sich Gerhard Voogt, der Schreiberling und Entdecker des Gen-Haschisch, mal mit vorstellen.

...mehr zu Thema hier: Gen-Hasch-Zitat stammt von den GRÜNEN


Wieviel Wirk ist wirklich im Stoff?

joan 05 Mai, 2008 12:09 märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Drogen- und Suchtberichtes für 2007 (hier als html-Version) stolperte ich auch nochmal über den höchstoffiziellen REITOX-Bericht 2007 (www.dbdd.de, hier als PDF), in welchem ich folgenden aufschlußreichen Text fand - inclusive dieser schönen Tabelle... Tja, blöd gelaufen... War wohl nix mit diesem Horror-Grass - aber zum Glück liest ja keine Sau solche Berichte...

[...]
Die Wirkstoffgehalte* werden für jede Cannabiszubereitung getrennt erfasst und ausgewertet. Die Bestimmung des THC-Gehalts erfolgte 2006 auf der Basis der Beschlagnahmungen von 2.183 Proben Marihuana, 4.467 Proben mit Blütenständen und 3.679 Proben Haschischharz durch die Labore von BKA, LKÄ und Zollbehörden. Wie bereits im Vorjahr, zeigt sich auch von 2005 nach 2006 erneut ein Rückgang des mittleren THC-Gehalts, der sowohl auf den rückläufigen mittleren Wirkstoffgehalt von Cannabisharz als auch von Marihuana zurückzuführen ist. Ein Teil des Rückgangs bei Marihuana erklärt sich aus der Tatsache, dass 2006 alle teilnehmenden Labore das Marihuana getrennt nach Cannabiskraut und Blütenständen gemeldet haben, die mit 10,6% einen höheren Wirkstoffgehalt aufweisen als das Cannabiskraut. Im Jahr 2005 haben bereits 86% der teilnehmenden Labore separate Daten geliefert, so dass der Rückgang des mittleren Wirkstoffgehaltes seit 2005 auch als Folge dieser differenzierten Betrachtung gesehen werden muss. Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich sowohl für Cannabisharz als auch Marihuana nur geringe Veränderungen.

THC-Gehalt bei Marihuana und Haschisch von 1997 bis 2007

* Bei den gemeldeten Wirkstoffgehalten wird das bei thermischer Belastung zusätzlich entstehende Tetrahydrocannabinol (THC) mit berücksichtigt.
[...]

 


Stille Post auf LSD

joan 03 Mai, 2008 13:17 märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Keine Ahnung ob diese "Information" schon vom Bundesgesundheitsministerium so übermittelt wurde, ob sich der Fehler erst beim Schreiben des Artikels eingeschlichen hat, oder ob es beide nicht so genau wissen. Vielleicht wars ja auch wieder nur ein  Problem mit der Rechtschreibung oder irgendjemand hat am Telefon genuschelt. Aber egal, am Ende kommts aufs selbe raus, und es scheint ja eh keiner zu merken...

[...] Die Annahme, synthetische Drogen machten nicht abhängig, ist irreführend. Das Bundesgesundheitsministerium warnt davor, sie als Partydrogen zu verharmlosen. Bei Crack wird eine hohe psychische Abhängigkeit festgestellt, weil der Rausch nur kurz anhält. LSD-Konsum kann schwere physische Schäden hervorrufen. Bei Speed und Ecstasy können körperliche Warnsignale übersehen werden. Es drohen daher Herzinfarkt und Schlaganfall - auch bei Jugendlichen. [...]


Leicht Überdosiert

joan 30 April, 2008 16:54 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)
Aldous Huxley

...war laut der Berliner Umschau angeblich Aldous Huxley:

[...] Huxley ließ sich kurz vor seinem Tod im Jahre 1963 übrigens 100 Gramm LSD reichen. [...]

Autsch... Gut, man könnte jetzt galant sein und annehmen der Schreiberling habe einfach das "Mikro" vorm "Gramm" vergessen - und gut iss. Aber irgendwie juckts mich dann doch hier nochmal ganz dezent auf die 1000000-fache Übertreibung (100 myg = 0.0001 g) hinzuweisen - sonst schreibt das irgendwann noch irgendjemand ab... 


Pflanzen-Kölle will Hasch-Gärtnern helfen?

joan 26 April, 2008 12:30 vermischtes, märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Jaja, der Frühling kommt, der Hanf will gesät werden, aber wer hilft bei Fachfragen?
Ganz einfach: "Nähere Informationen erhalten Sie an der Kundeninformation."

Hanf-Werbung aus dem Pflanzen-Kölle-Prospekt.

Quelle: Werbung der Firma Pflanzen-Kölle [ hier als PDF

Die Sache mit den Prozenten

joan 25 April, 2008 14:20 märchenhaftes, richterliches Permalink Trackbacks (0)

Früher war bekanntlich das Grass noch harmlos und sanft, heutzutage ist jedoch ein wahres Killer-Zeug (mit Genen drin) daraus geworden. Mit enormen THC-Werten - und schon vom ersten Zug wird man blöde. Damals hatte dieses Marihudings ja im Schnitt nur 5% THC (siehe auch unsere Sammlung seriöser Quellen), aber heutzutage, ja heutzutage sind es ja mindestens, also, äh... aber lest (und rechnet) am besten selber:

[...] Am 17. Oktober vergangenen Jahres stellten die Drogenfahnder bei dem 47-Jährigen 313 Gramm Marihuana sicher, das sich noch im Anbau befand. [...] Das Rauschgift, das er ernten wollte, hatte einem Wirkstoffgehalt von 16,6 Gramm.

Das sei keineswegs ein Bagatellvergehen, der Strafrahmen dafür liege normalerweise bei einem bis 15 Jahren, betonte Staatsanwalt Wolfgang Jung. Auch wenn Marihuana als weiche Droge gelte, sei es noch immer die Einstiegsdroge schlechthin. Inzwischen habe sich zudem die Qualität des selbst angebauten Marihuanas deutlich verbessert, wie auch der hohe Wirkstoffgehalt im vorliegenden Fall belege.

Die Folge davon seien gesundheitliche Schäden, die schon bei einmaligem Konsum auftreten könnten. Durch den hohen Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) komme es bei vielen Konsumenten zur Ausbildung einer Psychose, so Jung. [...]

Quelle: aus dem Main Rheiner vom 24.04.2008, Christine Jäckel

Mit Gen aber ohne Enzym?

joan 16 August, 2007 11:55 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Woher beziehen Drogenhelfer eigentlich ihre Informationen? Von Ärzten? Dem Gesundheitsministerium? Von Gärtnern? Oder per Post? Letzteres trifft es ganz gut, leider aber kommen die Fakten nicht mittels der Gelben - sondern aus der Stillen Post, dem perfekten Übermittler von Schauergeschichten wie der heutigen. Eingeflüstert wurde sie von Unbekannt, hinzugedichtet und weitergeben wie folgt von Mitarbeitern der Jugend- und Drogenberatung Drobs in Achern:

[...] Zum Problem wurde in den letzten Jahren das Angebot gentechnisch veränderter Hanfsorten. Der hohe Anteil des Wirkstoffs THC und ein bei der Züchtung weggefallenes Pflanzenenzym hat die Gefahr von plötzlich auftretenden Psychosen drastisch verschärft. Die für eine psychische Störung anfälligen Konsumenten wirken apathisch und leiden unter massiven Angst- und Wahnvorstellungen. Es gibt Klienten, die drei bis vier Tage nach dem Konsum eines Joints noch immer unter dem Einfluss der Droge stehen. [...]

Gut, an die genmanipulierten Pflanzen hab ich mich ja langsam gewöhnt, obwohl mir bisher kein Fachhändler damit aushelfen konnte, scheinen die ja inzwischen überall zu sein - aber was zum Henker soll jetzt der Kram mit den fehlenden Enzymen wieder? Ich hab nicht mal absurde Quellen für diese Behauptung finden können?! Sehen wir hier den Beginn einer neuen Legende? Nunja, mal schauen wo der Mist das nächste mal auftaucht. Ich denke, lange wird es nicht dauern ;)

bytheway: Im Artikel ist am Rande noch ein bemerkenswerter Satz zu lesen: [...] lobt die in Achern besonders ausgeprägte »enge Vernetzung und Kooperation« von Gericht, Bewährungshelfer, Polizei und des Amtes für Arbeitsförderung in Achern. [...] Rund 25 Prozent kommen aus eigenem Antrieb zur Drobs, 14 Prozent werden von der Familie oder Freunden zu diesem Schritt veranlasst. [...]

Ergo: 61% werden von offiziellen Stellen zur freiwilligen Beratung genötigt - und wahrscheinlich werden das kaum die 17 Prozent aller Beratenen mit Alkohol als Hauptdroge sein. Und dann gibts wieder großes Geschrei von wegen "immer mehr Cannabis-Süchtige landen in den Suchtberatungen und Kliniken" - wenn das mal nicht praktisch ist.


CDU will Cannabis bezahlen

joan 01 August, 2007 12:09 vermischtes, märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Man mag es kaum glauben, aber es stimmt tatsächlich, die CDU sammelt Geld für Cannabis. Der Fall Ute Köhler ging ja schon öfter durch die Medien, unter anderem hatte sich die Krebspatientin mit einer Hanf-Pflanze selber angezeigt, jetzt bekommt sie Unterstützung von der örtlichen CDU.

Kurzfassung: Da die AOK sich immer noch weigert die Kosten für eine Cannabis-Behandlung zu finanzieren, organisiert der CDU-Ortsverband Scheibe-Alsbach und Steinheid ein Fussballturnier um Geld für die Cannabis-Medizin zu besorgen. Mal davon abgesehen das die 250 EUR, welche die Kosten für nur eine Wochen-Ration Dronabinol decken, ein Tropfen auf den heißen Stein sind - immerhin wird es für Aufregung sorgen.

„Wir wollen mit unserem Benefizspiel den Kampf von Ute Köhler um das einzige ihr helfende Präparat aktiv unterstützen“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes, Henry Worm. Der Ortsverband wolle mit einem Scheck über 250 Euro die Kosten des Arzneimittels für eine Woche finanzieren und somit das Verhalten der Thüringer AOK kritisch hinterfragen.

Gut, wenn man für 250 EUR natürliches Cannabis kaufen würde, man hätte für mehr als einen Monat genug Schmerzmittel. Auch hat natürliches Cannabis ja viel weniger Wirkstoffgehalt, und wäre ja damit - laut den ganzen aktuellen Berichten - viel ungefährlicher? Selbst das Horror-Gen-Grass mit 20% THC mutet ja noch harmlos an gegen den puren Wirkstoff aus der Apotheke? Und wird uns nicht immer gepredigt ein hoher THC-Gehalt sei extrem schlecht für die Gesundheit? So langsam verwirrt es mich doch ;)


Zauberpilze dank Irrem bald verboten?

joan 17 Juli, 2007 15:28 märchenhaftes, auswärtiges Permalink Trackbacks (0)

Diese Nachricht war wahrlich schauderhaft - ein richtiges Drogen-Horror-Geschichtchen mit allem was dazu gehört - da freut sich jeder Schreiberling. Kurz erzählt ist sie noch dazu: Ein irrer, französischer Psycho-Pilz-Rauschgift-Mörder mit Halluzinationen schlachtet und rasiert in Amsterdam seinen Hund um dessen Geist zu befreien - ogottogottogott. Und sowas darf legal verkauft werden? Nun, man braucht sich nícht wundern das es bei solcher Presse nicht besonders lange dauert bis die ersten Politiker auf den Zug aufspringen - und prompt geht die Forderung nach einem Verbot der angeblich so gefährlichen "Drogen-Pilze" quer durch alle Medien.

Gut, heute wurde klar das der Typ weder Pilze genommen oder Grass geraucht - sondern eine 1A Psychose hatte - aber diese lassen sich so schlecht verbieten. Das sich Pilze durch ein Verbot in Luft auflösen ist zwar auch eher unwahrscheinlich - da sei der Schwarzmarkt vor - aber das wäre wohl auch etwas weit gedacht. Aber noch ist nicht aller Tage abend, vielleicht befragt man ja auch nochmal ein paar Experten bevor am Freitag über das Verbot entschieden wird - aber dafür würd ich lieber keine Garantie übernehmen. Eher pessimistische Menschen sollten vielleicht besser noch vorsorgen. ;)


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