Gen-Haschisch macht gewalttätig

joan 07 Mai, 2008 18:19 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Da glaubt man man hat das gerade abgehakt - da kommt die Rheinische Post mit einer Schlagzeile die hätte von mir sein können ;-) Die RP glänzte ja schon des öfteren mit ihrer Cannabis-Phobie, unter anderem folgende Zitate standen alle schon in dieser Zeitung:

[...] Die heutigen Cannabis-Produkte hätten eine viel höhere Wirkstoffkonzentration als vor 30 Jahren. „Was damals 0,3 Liter Bier waren, sind heute 0,3 Liter Schnaps“ [...]

[...] Um so mehr, als der THC-Gehalt [...] dank spezieller Züchtungen in der Schweiz und den Niederlanden inzwischen um zehn Prozent höher ist.[...]

[...] "Der Wirkstoffgehalt von Cannabis ist in den letzten Jahren stark angestiegen und ein Joint heute fünf mal so intensiv wie vor zehn Jahren", erklärt Wolf. Der Wirkstoffgehalt der Haschischpflanzen sei durch Zucht so verändert worden, dass eine körperliche Abhängigkeit viel schneller erreicht sei. [...]

Und weil selbst diese Lügen anscheinend noch zu harmlos waren, musste wohl dringend was härteres her, was stärkeres, quasi ein Gen-Grass-Extrakt! Zum Glück war schnell ein Diplom-Psychologe und Krimi-Autor gefunden, der noch eins draufsetzen konnte - und heute ist unter der Überschrift Aus den Niederlanden: Gen-Haschisch macht gewalttätig unter anderem folgender Blödsinn zu erfahren: 

[...] Sorge bereitet den Experten neben dem ausufernden Alkoholkonsum von Jugendlichen vor allem der zunehmende Missbrauch von Cannabis. Das Problem werde durch den Konsum von genmanipulierten Pflanzen, die in den Niederlanden angebaut würden, verstärkt. "Die Wirkstoffkonzentration ist um ein Vielfaches höher als früher", sagt der Diplom-Psychologe Michael Bay. Die Folge sei, dass die Substanz massiv abhängig mache. "Im Drogenrausch kommt es dann häufig auch zu schweren Delikten wie Mord, Sexualstraftaten und Körperverletzungen. [...]

Tolles Empfehlungsschreiben für die BILD eigentlich, da sollte sich Gerhard Voogt, der Schreiberling und Entdecker des Gen-Haschisch, mal mit vorstellen.

...mehr zu Thema hier: Gen-Hasch-Zitat stammt von den GRÜNEN


Schizophrener? Am Schizophrensten!

joan 04 Mai, 2008 14:07 zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Unter dem Titel Ein Elefant würde schizophren veröffentlichte die Ostthüringer Zeitung am 25.4.2008 einen Artikel mit folgendem, spektakulären Zitat von Psychodrama- und Suchttherapeut Andrej Singer, seines Zeichens Leiter der zum Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) gehörenden Jugendhilfe-Einrichtung "Grenzland".

[...] Eindringlich warnte Singer vor dem regelmäßigen Konsum von Haschisch oder Marihuana. "In den 1990er-Jahren hat die Wirkstoffkonzentration (THC) bei 12 bis 18 Prozent gelegen. Heutzutage sind es bei 'Grassorten' 30 Prozent", so der Leiter der Einrichtung des CJD. "Bei fünf Gramm täglich würde sogar ein Elefant schizophren." [...]

Aber keine Aufregung, die Zeitung ist Schuld, nach einer kurzen Anfrage erreichte eine freundliche Mail von Herrn Singer in welcher er uns folgendes mitteilt:

[...] Ich wurde leider falsch zitiert!!!! Habe dort schon angerufen und ein neues Interview gegeben. [...]

...bin ja mal sehr gespannt wie - und ob überhaupt - dieses Zitat von der OTZ richtig gestellt werden wird, ich wage ja fast zu bezweifeln das da noch was kommt.

Update vom 4.05.2008:

Na da schau her, was erblicken da meine ertrübten Augen in der OTZ? In der Tat: Ein neues Interview mit Andrej Singer, so kann man sich täuschen. Aber zu früh gefreut, zwar geht es in die richtige Richtung, und es werden auch keine Elefanten mehr diskriminiert, aber die ein oder andere Blüte findet sich trotzdem noch. Da heute aber Sonntag ist und die Sonne scheint hacke ich da garnicht groß drauf rum, es handelt sich eh nur um die üblichen Verallgemeinerungen. Anzumerken wäre vielleicht noch, dass das 30%-Grass nicht mehr direkt erwähnt wird, dafür aber als "immer potentere Pflanzen" auftaucht. Das aber immerhin nur noch am Rande und nicht mehr als Aufmacher. Davon, dass man von selbigem auch weniger konsumieren könnte - und dieses auch durch nicht krebserregende Konsumformen wie Essen oder Verdampfen - ist natürlich nichts zu lesen, genau so wenig wie über die falschen Zitate aus dem letzten Artikel, aber das wäre auch etwas zu viel verlangt...

Ansonsten aber ein (für die OTZ) sehr halbwegs differenzierter Bericht, welcher ausnahmsweise mal nicht den Drogen sondern den Konsumenten für seine Taten verantwortlich macht... Hier nur mal ein paar Auzüge, das komplette Interview findet sich hier:

[...]

Herr Singer, Drogen sind für junge wie für erwachsene Menschen eine Gefahr. Welche Droge ist für Sie die gefährlichste?

Drogen können giftig sein. Drogen können auch gefährlich sein. Ich sehe aber nicht die hauptsächliche Gefahr in Drogen, sondern die Gefahr liegt bei mir als Mensch. Ich bin derjenige, der zur Droge ja oder nein sagt. In der Arbeit mit Sucht und Abhängigkeit wird zu viel Wert auf Drogen gelegt und weniger auf die Frage, wie werde ich suchtkrank, was bedeutet eine Suchterkrankung für den einzelnen Menschen. Ich will damit nicht sagen, dass Drogen ungefährlich sind.

Welche Drogen sind besonders giftig?

Dazu zähle ich Tabak, Alkohol, Crack und Crystal. Diese Drogen sind sehr gefährlich und schädigen den Körper zusätzlich zu den psychischen Folgen, die bei langjährigem Konsum entstehen können.

Rauchen bezeichnet man als Einstiegsdroge. Wie wirkt sich der Griff zur Zigarette bei jungen Menschen aus?

Medizinisch gesehen können schon sieben Zigaretten bei einem 12- bis 13-Jährigen zur Sucht führen. Nikotin erreicht in drei, vier Sekunden das limbische System und verursacht die Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin im Körper. Ïch schätze Tabak als eine sehr gefährliche und giftige Substanz ein. Leider Gottes fangen wir jetzt erst so richtig an, uns mit dieser Gefahr zu beschäftigen. Bis jetzt war Nikotin in der Gesellschaft akzeptabel. Die Werbung finde ich ganz schlimm. Kinowerbung ist für ein Klientel von 14 bis 25 Jahre. Leider ist sie hervorragend gemacht. Sehr gefährlich für Kinder ist, dass es eine Verharmlosung von Drogen gibt, etwa als Schokoladen-Zigaretten, Kaugummi-Zigaretten oder Kindersekt.

Zigaretten werden häufig dafür verwandt, andere, vermeintlich leichte Drogen zu onsumieren. Wie groß ist das Suchtpotenzial bei Haschisch oder Marihuana?

Ich glaube nicht, dass man das Suchtpotenzial nur an der Droge bestimmen kann. Es hängt von der Person und der Art des Konsums ab. Wenn ich nur gelegentlich einen Joint rauche, dann hat diese Droge ein relativ geringes Suchtpotenzial. Sie ist allerdings nicht ungefährlich. Es ist ähnlich wie bei Tabak. Beide sind krebserregend und ungesund.

Wie sieht es bei regelmäßigem Canabis-Konsum aus?

Wenn ich jeden Tag rauche, schon morgens einen Joint im Mund habe, einen Eimer (eine Wasserpfeife) konsumiere, dann hat die Droge ein hohes Suchtpotenzial. Die durch das Rauchen von Canabis verursachte Lungenfunktionsstörung ist 2,5 bis 5-fach stärker ausgeprägt als beim Rauchen einer Zigarette (siehe www.thorax.bmj.com). Dazu kommt, dass man heute versucht immer potentere Pflanzen zu erzeugen.

[...]

Gibt es steigend Fallzahlen in den psychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern und Suchtkliniken?

Ja, es gibt Fallzahlen nach denen der Anstieg an Psychosen bei Jugendlichen durch den Konsum von Canabis extrem gestiegen ist (siehe www.neuland.com). Der Konsum von Canabis beschleunigt den Ausbruch einer Schizophrenie mit einer 5-fach erhöhten Prevalanz. Das bedeutet, wenn ich einen intensiven Konsum von Canabis betreibe kann es viel schneller zu einer Psychose kommen.

[...]


Gordon Brown entdeckt tödliches Cannabis

joan 02 Mai, 2008 13:50 zitiertes, auswärtiges Permalink Trackbacks (0)

Dieses extrem starke Cannabis wird auch immer stärker... Jetzt haut es nicht mehr nur Elefanten um - in England ist es sogar tödlich, zumindest wenn man dem Premierminister Gordon Brown Glauben schenken darf.

[...] I don't think that the previous studies took into account that so much of the cannabis on the streets is now of a lethal quality and we really have got to send out a message to young people -- this is not acceptable [...]

Im Frühstücksfernsehen des Senders GMTV wiederholte er das auch noch, und nannte den Teufel bei dieser Gelegenheit auch gleich beim Namen:

[...] I have always been worried about cannabis, with this new skunk, this more lethal part of cannabis. [...]

Oh ja, der Skunk, diese brandneue, gefährliche Züchtung des Satans. Mal eine Frage am Rande... Wie lange gibt es schon die Hanfsorte Skunk? Richtig... Seit ca. 25 Jahren... Und jetzt scheint sie sogar schon in London angekommen zu sein.

Zum Glück hat denen noch keiner von Super Skunk erzählt...


Leicht Überdosiert

joan 30 April, 2008 16:54 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)
Aldous Huxley

...war laut der Berliner Umschau angeblich Aldous Huxley:

[...] Huxley ließ sich kurz vor seinem Tod im Jahre 1963 übrigens 100 Gramm LSD reichen. [...]

Autsch... Gut, man könnte jetzt galant sein und annehmen der Schreiberling habe einfach das "Mikro" vorm "Gramm" vergessen - und gut iss. Aber irgendwie juckts mich dann doch hier nochmal ganz dezent auf die 1000000-fache Übertreibung (100 myg = 0.0001 g) hinzuweisen - sonst schreibt das irgendwann noch irgendjemand ab... 


ohne Worte # 3 - 7

joan 26 April, 2008 14:29 zitiertes Permalink Trackbacks (0)

4.04.2008, Schaumburger Nachrichten
von Mathias Schröder (Leiter der Polizei Stadthagen):


[...] Wichtig sei aber, der Verharmlosung "weicher" Drogen wie Marijuana entgegen zu wirken. Schröder: "Die hochgezüchteten Mischungen von heute haben nichts mehr mit dem Kraut zu tun, das in den 60er und 70er Jahren die Runde machte." [...]


14.04.2008, Main Rheiner
von Hauptkommissar Ralf-Peter Beitz:


[...] "Kiffen ist bei vielen innerlich legalisiert", erklärt Hauptkommissar Beitz eines der Hauptrisiken bei Drogenkonsumenten, "und das, wo der Wirkstoffgehalt und das Suchtpotenzial heutzutage um ein vielfaches höher ist als früher." [...]


16.04.2008, Hamburger Abendblatt
von Dr. Hans-Jürgen Tecklenburg (Leiter der der Norderstedter Drogen- und Suchtberatung)


[...] Das liege vor allem an dem seit einigen Jahren sehr hohen Anteil des Rauschmittels Tetrahydrocannabinol, bekannt als THC in den Cannabis-Produkten - ein "Hammer" für die Psyche. Verfolgungsangst, Wahnvorstellungen und Schizophrenie können die Folgen sein. [...]


16.04.2008, Hamburger Abendblatt
von kn (Redakteur des HA)


[...] In Holland ist der Anteil des schädlichen Rauschwirkstoffes THC höher als in anderen Ländern. [...]


26.04.2008, FAZ
von Stefan Kahl (Projektleiter der Einsatzgruppe Cannabisplantagen im LKA)


[...] Stefan Kahl [...] spricht darum nicht mehr von einer "weichen Droge": "Das Problem sind nicht die Späthippies, die sich ein paar Pflanzen hochziehen. Lag der THC-Gehalt in den Neunzigern noch bei zwei bis fünf Prozent, kann der Anteil des Wirkstoffs an der Droge heute auf mehr als 20 Prozent gesteigert werden." [...]


Mit Gen aber ohne Enzym?

joan 16 August, 2007 11:55 märchenhaftes, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Woher beziehen Drogenhelfer eigentlich ihre Informationen? Von Ärzten? Dem Gesundheitsministerium? Von Gärtnern? Oder per Post? Letzteres trifft es ganz gut, leider aber kommen die Fakten nicht mittels der Gelben - sondern aus der Stillen Post, dem perfekten Übermittler von Schauergeschichten wie der heutigen. Eingeflüstert wurde sie von Unbekannt, hinzugedichtet und weitergeben wie folgt von Mitarbeitern der Jugend- und Drogenberatung Drobs in Achern:

[...] Zum Problem wurde in den letzten Jahren das Angebot gentechnisch veränderter Hanfsorten. Der hohe Anteil des Wirkstoffs THC und ein bei der Züchtung weggefallenes Pflanzenenzym hat die Gefahr von plötzlich auftretenden Psychosen drastisch verschärft. Die für eine psychische Störung anfälligen Konsumenten wirken apathisch und leiden unter massiven Angst- und Wahnvorstellungen. Es gibt Klienten, die drei bis vier Tage nach dem Konsum eines Joints noch immer unter dem Einfluss der Droge stehen. [...]

Gut, an die genmanipulierten Pflanzen hab ich mich ja langsam gewöhnt, obwohl mir bisher kein Fachhändler damit aushelfen konnte, scheinen die ja inzwischen überall zu sein - aber was zum Henker soll jetzt der Kram mit den fehlenden Enzymen wieder? Ich hab nicht mal absurde Quellen für diese Behauptung finden können?! Sehen wir hier den Beginn einer neuen Legende? Nunja, mal schauen wo der Mist das nächste mal auftaucht. Ich denke, lange wird es nicht dauern ;)

bytheway: Im Artikel ist am Rande noch ein bemerkenswerter Satz zu lesen: [...] lobt die in Achern besonders ausgeprägte »enge Vernetzung und Kooperation« von Gericht, Bewährungshelfer, Polizei und des Amtes für Arbeitsförderung in Achern. [...] Rund 25 Prozent kommen aus eigenem Antrieb zur Drobs, 14 Prozent werden von der Familie oder Freunden zu diesem Schritt veranlasst. [...]

Ergo: 61% werden von offiziellen Stellen zur freiwilligen Beratung genötigt - und wahrscheinlich werden das kaum die 17 Prozent aller Beratenen mit Alkohol als Hauptdroge sein. Und dann gibts wieder großes Geschrei von wegen "immer mehr Cannabis-Süchtige landen in den Suchtberatungen und Kliniken" - wenn das mal nicht praktisch ist.


Polizisten-Logik

joan 01 August, 2007 11:44 politisches, seltsames, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Das es Polizisten oftmals mit dem logischen Denken nicht so haben ist ja bekannt, da braucht man normalerweise nicht noch extra drauf rumreiten. Folgendes Zitat ist allerdings zu schön um sich nicht darüber lustig zu machen. Es stammt aus einem Artikel der Rheinischen Post, einer Zeitung die durch ihre Anti-Drogen-Hetze regelmäßig auffällt.

[...] Doch es bleibt eine „Sisyphos-Arbeit“, wie Polizeipräsident Herbert Schenkelberg sagt. „Die Ursache für Drogenkriminalität ist die Sucht - die kann nicht die Polizei bekämpfen.“ Schwerstabhängige schreckten die Mittel von Polizei und Justiz nicht ab. „Sie tun alles, um ihre Sucht zu befriedigen, die haben keine Angst vor Strafen.“

Schenkelberg findet es deshalb[sic!] gut, dass die Justizministerin einen härteren Kurs gegen den Besitz illegaler Drogen einschlägt. „Es ist wichtig, klare Zeichen vor allem für junge Menschen zu setzen, damit es erst gar nicht zur Sucht kommt.“ [...]

Zusammengefasst hieße das: Es bringt nichts - deshalb sollte man es ausweiten.


Von 600.000 Cannabis-Gestörten

joan 30 Juli, 2007 19:37 politisches, repressives, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Das in NRW die "geringe Menge" im Rahmen der allgemeinen Hilfe-Starkes-Cannabis-Bewegung von 10 auf 6 Gramm abgesenkt wird haben wir ja schon kurz berichtet. Heute ist allerdings eine Begründung dafür von Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) in den Westfälischen Nachrichten zu lesen die sich gewaschen hat. Ich zitiere:

[...] In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Cannabis-Konsumenten deutlich gestiegen. In Deutschland hätten dadurch etwa 600 000 Menschen Störungen davongetragen. [...] Der Konsum von Haschisch und Marihuana werde häufig verharmlost. Nicht nur durch den deutlich gestiegenen Wirkstoffgehalt könnten schwerwiegende Gesundheitsschäden wie Wahnvorstellungen und Persönlichkeitsveränderungen entstehen. [...]

Frage: Wo sind die 600.000 Gestörten? Und, was meint sie mit "Nicht nur..." ?

Am Rande bleibt vielleicht noch anzumerken, dass in Zukunft Verfahren gegen Jugendliche ausschließlich gegen Auflagen eingestellt werden sollen. Soll heißen, rein statistisch wird es nicht besser werden - sondern ganz im Gegenteil - bald kommen die Klagen über immer mehr und immer jüngere Cannabis-Abhängige in den Suchtkliniken, was dann die nächsten Repressionen rechtfertigt. Ein Teufelskreis.

Update von 23:20 Uhr

Die Rheinische Post setzt noch einen drauf. Ihr Bericht zu diesem Thema endet wie folgt:

[...] Ein richtiges Signal. Cannabis darf nicht verharmlost werden. Weiche Drogen gibt es nicht.

Morgen beginnt der Prozess um den Foltermord an dem Häftling Hermann H. in der in der JVA-Siegburg. Die Täter behaupten, Drogen genommen zu haben. Den Zeitpunkt für ihren Vorstoß hat Müller-Piepenkötter geschickt gewählt.


ohne Worte # 1+ 2

joan 19 Juli, 2007 14:48 zitiertes Permalink Trackbacks (0)

19. Juli 2007, Frankenpost
von Thomas Janovsky (Oberstaatsanwalt):


[...] Haschisch habe den Ruf einer sogenannten weichen Droge, sagte Janovsky. Die Strafbarkeit des Erwerbs und des Handels dürften aber dennoch keinesfalls in Frage gestellt werden, machte der Oberstaatsanwalt klar. Als Einstiegsdroge, deren Harmlosigkeit immer wieder vorgegaukelt werde, diene es Verbrechern auch dazu, Jugendliche und junge Erwachsene an harte Drogen heranzuführen und sie noch abhängiger zu machen. [...]


19.07.2007, RP-Online
von Kay Funk (Leiter der Drogenberatungsstelle komm-pass, Düsseldorf)


[...] „Das Problem sind die veränderten THC-Anteile.“ Tetrahydrocannabinol (THC) ist der Hauptwirkstoff des Hanfs, der bis zu 20 Prozent höher ist als noch vor Jahren. „Das bedeutet, dass die Wirkungen heftiger sind und dass gerade Jugendliche viel schneller von Haschisch und Marihuana abhängig werden.“ Deshalb sei Cannabis nicht nur als Einstiegsdroge, sondern auch an sich gefährlich. „Jugendliche haben neurologische Störungen. Sie verlieren den Boden, es machen sich erhebliche Defizite bemerkbar.“ [...]


Dank Genen mehr Hasch im Grass?

joan 12 Juli, 2007 14:42 märchenhaftes, politisches, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Heute geht es mal um den Wirkstoffgehalt in Cannabisprodukten. Dieser soll ja angeblich so extrem gestiegen sein das es nicht mehr lustig ist. Angeblich, wohlbemerkt, denn wenn man dem BKA und der EMCDDA glauben schenken darf ist davon statistisch kaum etwas zu bemerken. Woher kommen aber die ständigen Geschichten über extremste THC-Werte, über Grass welches angeblich nicht mehr vergleichbar sei mit dem harmlosen Kraut der Hippie-Zeit oder über genmanipulierte Hanf-Sorten?

Na klar, aus der Zeitung, welche es von selbsternannten Experten (Drogenfahndern, Innenministern, Suchthelfern etc.) haben - und dann muss es ja stimmen. Aber es ist ja auch einfach zu praktisch, kann man doch mit dieser Geschichte selbst alten Hippies Angst vor ihren Kindern machen. Denn natürlich ist das "neue" Cannabis jetzt extrem gefährlich und eher mit Schnaps zu vergleichen als mit einem Bier. Und es versteht sich ja von selber das dieses Mörderkraut tausende Kinder in die Suchtkliniken treibt, sieht man ja an den (polizeilich gepushten) Fallzahlen... Und mit der Natur hat eine genmanipulierte Pflanze ja auch nichts mehr zu tun, der Herr allein weiß zu was diese Rauschgiftmörder noch alles fähig sind.

Nunja, genug getobt, der Haupt-Effekt dieser Propaganda lässt sich dieser Tage sehr gut in Rheinland-Pfalz und im Saarland beobachten, wo die sogenannte "geringe Menge" Cannabis von bislang zehn auf sechs Gramm abgesenkt wird. Begründung unter anderem: Der Wirkstoffgehalt von Haschisch oder Marihuana sei heute meist höher als früher. Wie praktisch.

...aber meist höher als früher ? Was ist das eigentlich für ne blödsinnige Aussage? Achso, er weiß es nicht besser? Es kann aber auch verwirren, es gibt ja so viele Angaben von so vielen Experten, und jeder sagt etwas anderes. Wenn also jemand einen bestimmten Wert bevorzugen sollte, hier mal eine kleine Auswahl, man suche sich einfach die genehmste Wahrheit heraus: (weiter)


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