Japanischer Zoll verschenkt Cannabis

joan 26 Mai, 2008 14:49 seltsames, auswärtiges Permalink Trackbacks (0)

hund im streikGlück muß man haben. Ein japanischer Zöllner versteckte 140g Grass im Koffer eines ihm unbekannten Passagieres um seinen Drogenhund zu schulen - und *harhar* verpeilte dann in welchem Gepäckstück genau sich das Zeug befand. Der sogenannte Drogenhund war wohl leider grad im Streik, oder hatte einfach keinen Bock auf den Scheiß, auf jeden Fall solltet ihr mal in euerem Koffer schauen wenn ihr grad aus Tokio wiedergekommen seid... Zollchef Manpei Tanaka *hihi* entschuldigte sich für den "äußerst bedauerlichen" Vorfall. Bislang meldete sich niemand *ahaha*, um die in Zeitung eingewickelten und einer kleinen Bleckdose versteckten Drogen zurückzugeben.


Marlboro-Mann berät Berater?

joan 09 Mai, 2008 21:32 politisches, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Ich glaube, Phillip Morris hat einen Vertreter im Nationalen Drogen- und Suchtrat, wahrscheinlich sogar den Marlboro-Mann persönlich. In der Welt Online ist zu lesen das der Glimmstengel-Marktführer der Bundesregierung gerade mit Werksschließung droht falls seine Vorstellungen im Bereich des Jugenschutzes nicht endlich durchgesetzt werden. Ja, richtig gelesen:

[...] Nach WELT-ONLINE-Informationen aus der Zigarettenbranche verlangt der US-Konzern, dass die Bundesregierung die Packungen von heute 17 Stück auf mindestens 20 Zigaretten per Gesetz festschreibt. Dadurch wären Preiserhöhungen möglich. Packungspreise von fünf Euro am Automaten wären dann bei entsprechend mehr Inhalt denkbar. Philip Morris droht der Bundesregierung nach den Informationen damit, anderenfalls das Werk in Berlin mit rund 1000 Mitarbeitern oder in Dresden mit rund 400 Beschäftigten dichtzumachen. [...] Begründet wurde die Forderung mit der Produktionstechnik in den Werken, mit dem Jugendschutz und tabaksteuerlichen Gesichtspunkten. [...]

Moment, kommt einem das nicht irgendwoher bekannt vor? Hat nicht gerade heute erst der Drogen- und Suchtrat (hier auch in der Welt Online) exakt dasselbe gefordert?

[...] Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrates fordern ein schärferes Vorgehen gegen das Rauchen. [...] Für Zigarettenschachteln solle die Mindestgröße demnach bei 20 Stück liegen, was die Packungen verteuern könne. Zudem werde ein Werbeverbot für Großplakate geprüft. Die Geschäftsstelle der Bundes-Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) bestätigte diese Vorschläge. [...]

Mensch wie praktisch, ein Schelm wer Böses dabei denkt. Selbst Marianne Tritz, EX-Bundestagsabgeordnete und Mitglied der GRÜNEN - jetzt Geschäftsführerin beim Deutschen Zigarettenverband (bei dem PM nicht mitmischt) ist höchst erstaunt und kann es noch nicht ganz fassen... Das scheint mir eher wieder so ein interner Graben- und Verteilungskampf der Drogenmafia zu sein, mal schauen was da noch kommt...


Suchtbericht-Gestalter machen Drogen-Werbung

joan 09 Mai, 2008 13:32 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Laut BILD legten Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrates ein "Strategiepapier für ein Nationales Aktionsprogramm zur Tabakprävention" vor, in welchem verschiedene Einschränkungen bei der Tabakwerbung sowie Preiserhöhungen für Zigaretten, eine Mindestpackungsgröße und ein umfassendes Verbot von Zigaretten-Automaten vorgesehen ist.

Eigentlich wollte ich mich ja in diesem Zusammenhang auf die Zigaretten-Automaten stürzen, weil, für deren Umstellung auf Chipkarten (ganz im Dieste der Tabaklobby - die Leute haben inzwischen einfach öfter ne Karte als Kleingeld dabei) hat sich Sabine Bätzing ja letztens noch extrem engargiert - und das ganz nebenbei als Jugendschutz-Maßnahme verkauft... Insofern bezweifle ich das sie da ein Verbot durchdrücken will oder kann... Aber dieses Thema läuft nicht weg - und ich bin da noch über was anderes gestolpert - was hier irgendwie ganz herrvorragend passt ;)

Thema Heute, die oben schon angesprochenen Werbe-Beschränkungen... Genauer gesagt das unter anderem geplante, weitgehende Rauchverbot in "Film- und Fernsehproduktionen, die mit öffentlichen Mitteln (co-)produziert werden"... Ich glaub ich les nich recht... Wie kommt die Frau dazu das Rauchen auf eine Stufe zu stellen mit Inhalten "aufdringlich vergröbernder Sexualität oder Brutalität", die laut Filmförderungsgesetz nicht gefördert werden dürfen?  Aber bevor ich jetzt der FDP alles nachplappere - hier, in dieser Pressemitteilung, ist das eigentlich alles gut auf den Punkt gebracht - ich wollte ja auf was ganz anderes hinaus...

...nämlich auf die Rauschgift-Werbung im ganz allgemeinen. Da sollte sich Frau Bätzing nämlich mal an die eigene Nase fassen. Sie könnte zum Beispiel im eigenen Haus anfangen und auf die Werbe-Agentur Zum Golden Hirschen einwirken, welche nicht nur für die Gestaltung des Drogen- und Suchtberichtes des Gesundheitsministeriums zuständig ist, sondern auch die Werbekampangen für Alkohl- und Tabakverkäufer entwirft - sowie diverse Alkohol- und Tabaklobbyisten berät. Hier ein kleiner Auszug der illustren Kunden dieser Agentur:

BDTA (Bundesverband dt. Tabakwarengroßhändler u. Automatenaufsteller), Deutsches Weininstitut, Hövels Bier (Oetker-Gruppe), Radeberger Gruppe, Spielbanken Niedersachsen, Tobaccoland, Ur-Krostitzer, Bundesministerium für Gesundheit

Klar, eigentlich ist das nix Besonderes - Werbefuzzys machen für Geld alles - und man kann denen ja nicht bei der Wahl ihrer Kunden reinreden, aber irgendwie ist es schon komisch wenn der Drogen- und Suchtbericht von Leuten gestaltet wird, die sich ein paar Tage später damit brüsten für Tobaccoland ein Gewinnspiel umgesetzt zu haben, das Zigarettenautomaten für Raucher wieder attraktiv machen soll.


Teenies zwischen 18 und 64

joan 07 Mai, 2008 15:02 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Apropos Suchtbericht... Wie schon erwähnt steht dort ja unter anderem, "dass in Deutschland insgesamt etwa 600.000 Personen zwischen 18 und 64 Jahren Cannabis entweder missbrauchen (380.000) oder von Cannabis abhängig sind(220.000)."... Bei einer großen deutschen Tageszeitung ist aus dieser eigentlich recht eindeutigen Aussage folgendes geworden:

[...] Der Wandel betrifft auch das Kiffen. Immer weniger Jugendliche zünden sich Joints an. Laut Bätzing eine logische Entwicklung: "Wer nicht raucht, greift auch weniger zum Joint." Gleich groß geblieben aber ist die Gruppe der "starken Kiffer" - also jener rund 600.000 Teenies, die gleich mehrmals am Tag Cannabis konsumieren.[...]

Aha, die Taz-Definition von "Teenies" ist also "Personen zwischen 18 und 64 Jahren" - man lernt nie aus... Aber hey, die sind halt einfach Jung geblieben, äh... oder so.

P.S.:
Es gibt da auch ein schönes Blog zur Taz, sollte man sich mal bookmarken: Achtung: tazblog!


Suchtbericht diffamiert Alkohol in riskanter Weise

joan 06 Mai, 2008 16:50 politisches, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Der Suchtbericht ist ja grade in aller Munde. Ich breite den jetzt hier aber nicht auch nochmal aus sondern beschränke mich mal lieber auf die kleinen, seltsamen Verschreiber der Presse, die seltsamen Rechtfertigungen der Alkohollobby und die üblichen - aber nicht weniger seltsamen - Formulierungen im Bericht selber... Alles sehr seltsam also, aber lest selbst:

Im Drogen- und Suchtbericht findet man die (offizielle) Anzahl der Konsumenten und Süchtigen für verschiedene Drogen... Bei Cannabis heißt es unter anderm: 

[...] Der Epidemiologische Suchtsurvey von 2006 geht davon aus, dass in Deutschland insgesamt etwa 600.000 Personen zwischen 18 und 64 Jahren Cannabis entweder missbrauchen (380.000) oder von Cannabis abhängig sind(220.000). [...]

Bei Alkohol werden die Zahlen wie folgt angegeben:

[...] 9,5 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Weise. 1,3 Millionen Menschen sind alkoholabhängig. [...]

Na? Wer findet den fett hervorgehobenen Unterschied? Genau, legalen Alk missbraucht man nicht, man trinkt nur in riskanter Weise - währendessen diese kriminellen Haschspritzer von unserem Geld schon morgens ... *argh* ... Aber egal, das regt mich schon garnicht mehr auf... Lustig ist nur mal wieder die BILD, bei denen wird aus riskantem Konsum nämlich: "9,5 Millionen konsumieren riskante Mengen Alkohol" - aber hey, gehupft wie gesprungen... Und so genau nehmen es ja auch andere nicht immer, bei der Süddeutschen Zeitung zum Beispiel scheint die DMAZ-Taste zu klemmen: 

[...] Doch regelmäßigen Missbrauch oder Abhängigkeit gibt es auf gleichbleibend hohem Niveau bei etwa 600 000 vorwiegend jungen Erwachsenen - deutlich mehr als in den Vorjahren. [...] 

Oh, noch paar schöne Zitate gefällig? Der DBB (Deutscher Brauer-Bund) weint gar bitterlich ob der bösen Wortwahl der fiesen Drogenbeauftragten... Dabei kommt die Alkoholiker-Fraktion ja sogar noch halbwegs gut weg ;-) Hier ein Best-Of der DMM-Pressemitteilung:

[...] "Der Drogen- und Suchtbericht 2008 erweckt den Eindruck, dass aus dem Land der Dichter und Denker ein Land der Säufer und Trinker geworden ist." [...] Die Realität ist nach seinen Angaben jedoch eine gänzlich andere: Allein im Zeitraum von 1990 bis 2006 ist der Alkoholkonsum um rund 16 Prozent zurückgegangen.

Bei Alkohol von einer "Alltagsdroge" zu sprechen sei eine Diffamierung.
Mehr als 95 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gingen sach- und situationsgerecht im Alltag mit alkoholhaltigen Getränken um. Verantwortungsbewusster Alkoholkonsum sei in Deutschland Teil des kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens.

[...] Geradezu hinters Licht führe die Aussage im Drogen- und Suchtbericht, die Einführung der Sondersteuer für Alkopops habe zu einem Konsumrückgang geführt. „Zeitgleich mit der Einführung der Sondersteuer ist der Wod-ka-Konsum gestiegen, da Jugendliche wieder selbst mixen“, erklärt Hahn. Die Verbots- und Besteuerungspolitik könne vom Ergebnis her nicht als Erfolg eingestuft werden.

Auch die Drogen- und Suchtpolitik müsse zur Kenntnis nehmen, dass eine nachhaltige Veränderung von menschlichem Verhalten sich nicht gesetzlich verordnen lässt. [...]

...aber das wäre wohl doch etwas zu viel verlangt ;-)


Zoll versteigert Haschgift-Lampen

joan 04 Mai, 2008 14:56 seltsames Permalink Trackbacks (0)

NDL-Set aus der Zoll-AuktionVielleicht nur ein Versehen? Vielleicht ein Testballon? In den Niederlanden wird beschlagnahmte Anbau-Technik ja schon seit langem versteigert, in Deutschland ist das eher neu. Und irgendwie hätte ich auch kein gutes Gefühl dabei mir meine Lampe direkt bei der Polizei (und dann auch noch von der bayerischen) abzuholen...

[...] Bevorzugt Selbstabholung (wegen hoher Zerbrechlichkeit) [...]

Und wer weiß, vielleicht sind sie ja eine Woche später wieder da, nehmen alles wieder mit und bieten mir das Ding kurz daruf nochmal (dafür vielleicht besonders günstig) an? Man kann leider nur spekulieren, verkauft bekommen haben sie das Gerät auf jeden Fall. Hier auf jeden Fall nochmal der Link zur (schon abgelaufenen) Auktion - und hier noch ein Screenshot davon - nur falls die die Seite mal löschen ;)


Sabine Bätzings Untätigkeitsbericht

joan 30 April, 2008 13:58 politisches, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Bei einem Besuch im Troisdorfer Café Koko warb unsere Drogenbeauftragte Sabine Bätzing vor einigen Tagen mal wieder "nachdrücklich" für die Behandlung Heroinsüchtiger mit Diamorphin, also pharmazeutisch hergestelltem Heroin.

[...] Studien hätten belegt, dass die kontrollierte Verabreichung große Vorteile bringe: Unter anderem breche die Drogenszene weg einschließlich aller Begleiterscheinungen von Ladendiebstählen bis hin zu Gewaltdelikten. "Darin Heroin auf Krankenschein zu sehen, ist falsch", so Bätzing. "Das ist ein Medikament." [...]


Nun, klingt ja ganz gut, man könnte fast meinen es wäre nur noch eine Frage der Zeit bis das BtmG geändert - und aus dem erfolgreichen Modellversuch ein bundesweites Projekt geworden ist. Nunja... Fast... Denn der Artikel geht noch weiter, direkt im Anschluss beklagt Frau Bätzing völlig richtig:

[...] Nach ihrer Darstellung kommt die flächendeckende Einführung des Präparates, für die der Bundestag das Betäubungsmittelgesetz ändern muss, nicht voran. Seit Februar 2006 werde das Thema diskutiert: Es gebe Unsicherheit, und die Patienten hingen in der Luft. Der Gesundheitsausschuss werde in den nächsten Tagen lediglich einen "Untätigkeitsbericht" vorlegen. [...] Sie fürchtet vor allem, dass den vorhandenen Modellprojekten bald die Luft ausgehen könnte. [...]


Nun, schön Gesprochen, der Untätigkeitsbericht, wie Sabinchen es so schön formuliert, liegt jetzt auch vor - und besteht zu einem großen Teil aus folgendem Satzfragment:

[...] Mit den Stimmen der Mitglieder der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Mitglieder der Fraktionen FDP, DIE LINKE, B90/DIE GRÜNEN [...] vertagt [...]

Aber Moment mal, Sabine Bätzing ist doch Mitglied in der SPD? Warum stimmen deren Mitglieder im Gesundheitsausschuss jedes mal mit der CSU/CSU für weitere Vertagungen? Hat denn Sabine, als Fachfrau in ihrer Partei, zu diesem Thema nix zu sagen? Warum kriegt sie den Gesundheitsausschuss nicht auf Linie obwohl ein paar SPD-Mitglieder in selbigem ausreichen würden um die CDU/CSU-Linie zu durchbrechen? ...öh... Moment mal... Was seh ich da? In der Tat, sie sitzt ja sogar selber im Gesundheitsausschuss, wenn auch nur stellvertretend. Es wäre ja fast mal interessant zu wissen ob und wie Madame dort selber abgestimmt hat, aber ähnlich wie bei der Diätenerhöhung gibt es ja auch für solche Fälle noch das Standart-Reportoire politischer Ausreden Erklärungen - wie zum Beispiel die immer sehr beliebte Fraktionsdisziplin. Hier ein Zitat von ihr dazu, gefunden bei Abgeordnetenwatch:

[...] Ich habe daher der Fraktionsdisziplin folgend ebenfalls für den Antrag gestimmt. Wohlgemerkt, nicht wegen eines Fraktionszwanges, sondern wegen meiner freien Entscheidung, Entschlüsse der Fraktion auch mitzutragen. Ich wünsche mir auch, dass im umgekehrten Fall, wo die Mehrheit der Fraktion einen von mir befürworteten Sachverhalt unterstützt, sich auch alle an diese Vorgabe halten. Ist dies nämlich nicht der Fall, wird es schwer sein, parlamentarische Mehrheiten zustande zu bekommen. [...]


Ui... da hat sie sich ja schön reinlegen lassen. Wo ist denn nun die Mehrheit der Fraktion die auch mal einen von ihr befürworteten Sachverhalt unterstützt? Ich seh nix, aber vielleicht spart sie ja auch noch fürs Rauchverbot.


Weiter Saufen dank Anti-Cannabis

joan 28 April, 2008 17:50 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Wir haben ja schon ausgiebig über gute und böse Cannabinoide gelästert und im diesem Zusammenhang den Cannabinoidrezeptorantagonisten Rimonabant erwähnt, welcher ja - wegen diverser Problemchen wie Depressionen und erhöhten Selbstmordrisiken - in Amerika so seine Anlauf-Schwierigkeiten hatte. Damals war das Zeug ja noch hauptsächlich als tolles Diät-Mittel angepriesen worden, allein die böse böse Presse hat die Zulassung des Wundermittels in den USA vereitelt und dazu geführt das in Deutschland die Kassen die Kosten nicht mehr übernehmen dürfen.

Tja, schönes Desaster, da hilft nur eins: Erstmal Gras über die Sache wachsen lassen. Und dann, nach einiger Zeit: Bessere Werbung und die Zielgruppe ausbauen. Im Idealfall ein paar neue Anwendungsbereiche für das Mittel finden, den Bürger via Presse zum Arztbesuch animieren und dabei möglichst die Namen Rimonabant bzw. Acomplia erstmal vermeiden (der Arzt wird ja eh separat gebrieft). Wenn das Volk erstmal gemerkt hat wie Krank es ist wird es schon nach Zuzahlung schreien, hat noch meistens funktioniert...

Und da schau her, kaum ist kein Jahr vergangen kann man in der Presse eine Flut von interessanten medizinischen Neuerungen bestaunen... Schon gewusst? Rimonabant hilft jetzt auch gegen Fettleber! Ganz speziell bei der, die Alkoholiker gerne mal bekommen. Hallo Zielgruppe :) Bei denen fallen auch praktischer Weise die Depressionen nicht so auf, und vom Dach springen die eh ständig, da machen die Nebenwirkungen den Braten auch nicht mehr Fett... Nunja, hier eine kleine Presseschau mit Werbung Informationen zu den neuesten Erkenntnissen in chronologischer Reihenfolge:

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Law and Order in Grün

joan 03 August, 2007 11:45 politisches, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Über die etwas seltsame Einstellung der Grünen zur Strafbarkeit des Konsums von Dopingmitteln hab ich mich ja schon kurz ausgelassen. Jetzt äußert sich der sportpolitische Sprecher der Grünen Winfried Hermann in der Jungle World erneut zum Thema - und ich sags lieber gleich - er hat es dadurch nicht besser gemacht.

Besonders hervorheben möchte ich eine kleine Randbemerkung zum Abstimmungsverhalten der Grünen als es um Strafbarkeit des Besitzes von Dopingmitteln ging. Exakt die Hälfte der Fraktion war nämlich dafür, was zeigt das die Repressionphantasien des Winfried Hermann nicht nur das Heischen nach Aufmerksamkeit eines einzelnen Abgeordneten sind.

Aber Auch zum Thema "illegale Drogen" lässt Turnvater Hermann einige Spitzen ab, nach denen man sich nicht mehr wundern braucht, warum unter Rot/Grün in diesem Bereich nichts passierte. Kleines Beispiel? Bitteschön:

[...] Das [gerade die Grünen die neue Law-and-Order-Partei sind] mag insofern irritierend sein, weil die Grünen lange Zeit in Sachen Drogen sehr liberal aufgetreten sind und gesagt haben, da bringt das Strafgesetzbuch nichts. Ich persönlich bin aber schon lange nicht mehr dieser Meinung. Ganz früher habe ich das auch mal gedacht, aber ich bin sowohl im Drogenkampf für eine harte Linie als auch beim Doping. Ich halte aber fest: Doping und Drogen sind nicht das Gleiche. Drogen machen die Menschen krank und abhängig, Drogenabhängige sind eher Opfer. [...]


Polizisten-Logik

joan 01 August, 2007 11:44 politisches, seltsames, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Das es Polizisten oftmals mit dem logischen Denken nicht so haben ist ja bekannt, da braucht man normalerweise nicht noch extra drauf rumreiten. Folgendes Zitat ist allerdings zu schön um sich nicht darüber lustig zu machen. Es stammt aus einem Artikel der Rheinischen Post, einer Zeitung die durch ihre Anti-Drogen-Hetze regelmäßig auffällt.

[...] Doch es bleibt eine „Sisyphos-Arbeit“, wie Polizeipräsident Herbert Schenkelberg sagt. „Die Ursache für Drogenkriminalität ist die Sucht - die kann nicht die Polizei bekämpfen.“ Schwerstabhängige schreckten die Mittel von Polizei und Justiz nicht ab. „Sie tun alles, um ihre Sucht zu befriedigen, die haben keine Angst vor Strafen.“

Schenkelberg findet es deshalb[sic!] gut, dass die Justizministerin einen härteren Kurs gegen den Besitz illegaler Drogen einschlägt. „Es ist wichtig, klare Zeichen vor allem für junge Menschen zu setzen, damit es erst gar nicht zur Sucht kommt.“ [...]

Zusammengefasst hieße das: Es bringt nichts - deshalb sollte man es ausweiten.


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