Drogen nur bei BILD gefunden

joan 07 Juni, 2007 19:31 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Was ist an folgendem Satz unlogisch?

Die Polizei schließt auch nicht aus, dass der Teenager mit Drogen gefügig gemacht wurde und freiwillig in das Haus kam.

Ganz genau, man wird entweder mit Drogen gefügig gemacht - oder aber man tut etwas freiwillig. Beides auf ein mal ist doch meist eher schwierig. Wenn man dann mal gutgläubig schaut wie die Bildzeitung auf einen solchen Satz kommt, dann, äh..., ja dann fällt auf das es sich wohl um einen Übersetzungsfehler handeln muss. Oder so, denn im Original lautete der Satz:

Authorities said they were not sure the girl - who they said had a "tough" life involving drug use and had a history of running away from home - was being held against her will.

In keinem anderen Bericht - ausser in der BILD - ist auch nur ein Wort über Rauschmittel gefallen. Aber gut, zu Entführung und Missbrauch gehören ja irgendwie auch Drogen, das macht die Geschichte einfach etwas runder...

P.S.:
Wie BildBlog berichtet gab es auch weder Mißhandlungen noch Missbrauch.


Die Wahrheit über Drogen

joan 07 Juni, 2007 11:40 vermischtes Permalink Trackbacks (0)

Wenn RTLII mit der Wahrheit über Drogen droht kann man schon halbwegs erahnen was da auf einen zu kommt. Am Sonntag, 10. Juni 2007 um 19:00 ist dieses Machwerk mal wieder zu sehen, wer also mal bestaunen will was RTL2 unter einem Wissenschaftsmagazin versteht sollte sich das nicht entgehen lassen.

Unter anderem lernen wir in dieser Sendung wie schon die alten Griechen (das erst 1938 entdeckte) LSD konsumierten - aber nur zu medizinischen oder rituellen Zwecken. Cannabis enthalte dreimal mehr vom Wirkstoff THC als früher, schädigt Hirn und Spermien und so weiter und so fort... So kriegt jede illegale Droge ihr Fett weg, alles toll erklärt unter Einsatz von mehrfach prämierten 3D-Animationen - was den Mangel an Information wohl wieder aufwiegen soll.

Und zum Abschluss wird uns noch gezeigt wie man ohne Drogen einen dauerhaften Glückszustand erreichen kann - man mache einfach Sport und trinke dannach ein Bierchen. Prost.

Pikant: Während der von der Caritas organisierten langen Nacht der alkoholfreien Getränke im Rahmen der SuchtWoche 2007 Alkohol am 15.06.2007 in Haßfurt wird um 21.00 Uhr ein ominöser Videofilm namens Die Wahrheit über Drogen ausgestrahlt - hoffen wir mal das es sich dabei nicht um ebendiese Propaganda handelt - ein anderer Film mit diesem Namen ist uns aber nicht bekannt, außer...

...ja, außer RTL2 gibt es nämlich nur noch eine weitere Firma die sich brüstet die "Wahrheit über Drogen" zu kennen: Scientology.


Denen werden wir heimleuchten

joan 07 Juni, 2007 01:55 politisches, repressives Permalink Trackbacks (0)

Wenn schon alles nichts hilft - versuchen wir es doch mal mit Licht. So die seltsame Logik "aller Fraktionen". Und weil sich ja bekanntermaßen der gemeine Dealer beim Anblick von L I C H T sofort in Luft auflöst, sich eines Besseren besinnt und sich denkt: "Och, ick hab ja uff een ma voll keen Bock mehr Drogen zu verkaufen, ey!", sponsert das Bezirksamt Berlin Mitte mal schnell 100.000 Euro für neue Lampen im Weinbergspark.

Nunja, dafür hamse Geld - ich hoffe nur das in naher Zukunft - wenn die Leuchten erwartungsgemäß versagt haben werden - nicht zu Knoblauch und Holzpflöcken gegriffen wird. 


Von der Moral des typischen Deutschen

joan 06 Juni, 2007 19:38 vermischtes, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Wenn von 1.816 befragten Deutschen 51% angeben das sie "Steuern hinterziehen wenn man die Möglichkeit dazu hat" "in jedem Fall für in Ordnung" halten - und wenn von den gleichen Deutschen 69% sagen sie würden es "in jedem Fall für in Ordnung" halten "über Ausländer Witze zu machen" - braucht man sich auch nicht wundern wenn 74% "Drogen wie Haschisch oder Marihuana nehmen" mit den Worten "Auf keinen Fall" ablehnen - und gleichzeitig nur 73% etwas gegen "Diebstahl von Kleinigkeiten im Kaufhaus" einzuwenden haben.

...wie AP jetzt allerdings auf folgendende Überschrift kam vierschließt sich mir noch etwas...

Umfrage bescheinigt Deutschen beachtliches Moralempfinden

Aber vielleicht meinen sie ja auch "beachtlich seltsam" oder sowas - wer weiß das schon...


Drogen für die Deeskalation

joan 06 Juni, 2007 14:05 politisches, repressives Permalink Trackbacks (0)

Bald gibts keins mehr auf Maul - bald gibts Gratis-Ketamin und Opiate vom Staat. Immer diese Bilder von blutverschmierten Chaoten - das kann ja so nicht weiter gehen. Besser also das CS-Gas mit Betäubungspfeilen ersetzen und den ganzen Haufen vorrübergehend einschläfern?

Klingt utopisch? Würden die doch nie machen? Vielleicht, aber man soll ja niemals nie sagen. Es gibt da auf jeden Fall genügend Leute die in genau diese Richtung forschen - und das nicht nur in Ami- oder Russland. So fand Ende Mai in Deutschland das vierte internationale Symposium zur Zukunft der nicht-tödlichen Wirkmittel statt, veranstaltet vom Fraunhofer Institut für chemische Technologie.

Dort referierte unter anderem auch Jitka Schreiberova von der Prager Karls-Universität. Staatlich gefördert untersucht sie die Wirkung von aggressionsmindernden Pharmazeutika auf Primaten und kann deren Willen mittels verschiedener Opioide jetzt schon innerhalb weniger Minuten gänzlich brechen. Ihrer Meinung nach wären auch Midazolam, Naphtylmedetomidin und etliche Ketamine zur "crowd control" (Besänftigung von Menschenmengen) geeignet.

Der deutsche Repräsentant betonte die im Licht der neuen Sicherheitslage erwachsene Notwendigkeit einer Modifikation internationalen Rechts, um den Einsatz chemischer Stoffe bei Geiselnahmen, Massenausschreitungen oder bürgerkriegsähnlichen Gewalttätigkeiten wie etwa im Kosovo zu legalisieren.

Link zum kompletten Artikel (bei telepolis): Eine andere Gewalt ist möglich
Link zum kompletten Artikel (ZEIT online): Pillen gegen den Feind


Bitte Bitte nur sieben Tage

joan 05 Juni, 2007 14:04 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Stellen wir uns mal folgendes vor:
Sportverbände und Vereine starten eine Kampagne für verantwortungsvollen Cannabis-Konsum bei Kindern und Jugendlichen. Begründung: Dass Cannabis aus dem Leben vieler junger Menschen nicht mehr wegzudenken ist, zeigen aktuelle Zahlen [...] - Cannabis generell zu verbieten, würde nicht gelingen [...] - und so, wie Kinder laufen, kicken und eine Flanke im Fußball lernen, müssen sie auch den richtigen Umgang mit Suchtmitteln lernen. Ziel der Aktion sei vor allem die Prävention bei Kindern und Jugendlichen und da rund 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen Mitglieder in Sportvereinen seien, hofften die Veranstalter, durch die Initiative viele von ihnen zu erreichen.

Stellen wir uns weiterhin vor das Sinnbild dieser Aktion wäre eine Wasserpfeife mit nur halb gestopftem Köpfchen, in welcher - wie in einer Vase - eine Blume steht. Und nun stellen wir uns noch schnell vier Sportfunktionäre vor die jeweils eine dieser Bongs grinsend in die Kamera halten. Bildunterschrift: Wir sind so frei - Sieben Tage ohne!

Oh, ich höre schon den Aufschrei in der Presse, wie kann man nur Kindern Haschisch empfehlen - wo doch jeder weiß das ein verantwortungsvoller Konsum davon nicht möglich ist. Schließlich gibt es in der offiziellen Sprache nur Miß- und keinen Gebrauch. Und vor allem bei Kindern und Jugendlichen führt selbiger sowieso schnell zur sofortigen Gehirn-Rückbildung und macht sie zu sabbernden, inkontinenten Monstern.

Aber wenn wir jetzt mal fix das Wörtchen Cannabis mit Alkohol ersetzen würden?
Und statt der Bong würden wir einfach einen halbvollen Maß-Krug Bier mit Blume nehmen?
Was würde dann passieren?


Bild: Jürgen Peperhowe, Westfälische Nachrichten

Genau, ruckzuck bekämen wir Fördergelder vom Bund und unsere Aktion wäre Teil der bundesweiten Suchtwoche gegen Alkohol, die unter der Regie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ausgerufen wurde. Alkohol-Abgabe an Kinder ist zwar auch nicht so ganz OK, aber hier sieht man der Realität ins Auge. Irgendwie muss man die Kiddies ja erreichen - und einsperren hilft ja (bei Alkohol) nicht.

Prost.


Polizei-Statistik und Drogen-Beschaffung

joan 04 Juni, 2007 15:37 repressives Permalink Trackbacks (0)

Die Polizei in Sonneberg klärte im Jahre 2006 genau 217 Drogen-Straftaten auf, ganze 15,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie beschlagnahmte bei diesen Maßnahmen etliches an Drogen, um genau zu sein 590 Gramm Haschisch und Marihuana, 95 Hanfpflanzen, 32 Gramm Crystal, 14 Ecstasy-Pillen, 0,5 Gramm Kokain, 35 LSD-Trips und 5,9 Gramm Pilze. Opiate wurden nicht gefunden.

Was, das kommt dir wenig vor? In der Tat. Und ein Blick auf die dicken Fische lässt das noch etwas weiter schrumpfen. Die größte Rauschgift-Menge die bei einem einzelnen Fall gefunden wurde betrug lächerliche 30,5 Gramm - und alle gefundenen Hanfpflanzen verteilen sich auf nur 3 Personen.

Die restlichen 213 Kriminalisierten mussten sich also im Schnitt wegen ca. 2,6 Gramm Cannabis, 0,15 Gramm Crystal, 0,065 Ecstasy-Tabletten, 0,002 Gramm Kokain, 0,16 Trips und 0,03 Gramm Pilzen verantworten.

Welch unfassbarer Erfolg im Kampf gegen die Drogen-Kriminalität. Glückwunsch.

Aber überlegen wir doch mal kurz - und ich rechne jetzt mal mehr als konservativ - was das an Zeit und Geld kostet. Sagen wir mal überall war nur ein Polizist und nur ein Staatsanwalt für nur ein Stündchen mit einem Fall beschäftigt. Und nehmen wir mal an die wären absolut unterbezahlt - mit nur 25 EUR die Stunde. Dann hätten wir schonmal 10650 EUR bezahlt - und es wäre noch nichteinmal zu einer einzigen Verhandlung gekommen.

Und wenn man den Marktwert der aus dem Verkehr gezogenen Drogen jetzt mal kurz überschlägt und dagegenhält - was fallt uns dann auf? Ganz genau - selbst am Bahnhof wären die Drogen billiger gewesen. Im Großhandel hätte die Polizei sogar mindestens 2 Kilo Dope fürs selbe Geld bekommen - und das mit wesentlich weniger Stress. Auch hätte man die Polizisten und Staatsanwälte in dieser Zeit auch vernünftig einsetzen können anstatt sie hinter harmlosen Konsumenten herrennen zu lassen.

Wir fordern deshalb die Polizei auf: Kaufen sie sich endlich ihre Genussmittel wie jeder andere Bürger auch. Schluss mit der Verschwendung von Steuergeldern im Rahmen der polizeilichen Drogenbeschaffungsmaßnahmen!


keep out of reach of snowboarders

joan 03 Juni, 2007 19:24 vermischtes Permalink Trackbacks (0)

1. Besitz von Dopingmitteln in geringen Mengen soll für den Sportler legal bleiben.
2. Cannabis gilt in der Welt des Sportes als Dopingmittel.
3. Der Besitz von Cannabis in geringen Mengen ist laut BtmG illegal.

Mit Cannabis gedopte Sportler sind also... ähh... ja... also... doppelt dumm drann?

Oh, Moment...
Es sei denn sie kaufen ihr Grass in einer Verpackung wie dieser:

weed - keep away from snowboarders


Ach Mist... Geht ja garnich.

 


Kiffen statt G8

joan 02 Juni, 2007 16:49 vermischtes Permalink Trackbacks (0)

Nicht unbedingt mit liebe gemacht - und ohne wirklichen Nachrichtenwert - aber immerhin eine sinnvolle Forderung, welche es bis zum NDR geschafft hat und die wir nicht unterschlagen wollen:

 

kiffen statt g8

Quelle: Demo in Rostock gegen G8, NDR-Online

 


Stadtrat will Cannabis in Grünanlagen

joan 02 Juni, 2007 13:10 vermischtes, märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Bei den Kommunalwahlen der spanischen Metropole Reus hat Ariel Santamaria, der Chef und Kandidat der Partei El Cori, einen überragenden Sieg errungen und es damit auf den Posten des Stadtrates geschafft.

Das DrugBlog möchte den frischgebackenen Stadtrat hiermit beglückwünschen, wünscht ihm viel Erfolg bei der anstehenden Bürgermeister-Wahl, und fordert ihn auf alles an die Verwirklichung seiner Ziele zu setzten.

Vor allem die Pflanzung von Marihuana in allen städtischen Grünanlagen dient der Volksgesundheit und sollte - spätestens im nächsten Frühling - angegangen werden. Auch die Ausrüstung aller Polizeikräfte mit GPS sollte umgehend verwirklicht werden. Dieses erscheint uns als einer der vernünftigsten Vorschläge da so - laut Aussage des Stadtrates - die Beamten leichter und schneller zu Menschen finden, die beim Rollen eines Joints Probleme haben und der Hilfe bedürfen.

Der Forderung das Rathaus neu zu streichen stimmen wir allerdings nur bedingt zu, wir sind einfach nicht so ein Fan von rosa...



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