CDU will Cannabis bezahlen

joan 01 August, 2007 12:09 vermischtes, märchenhaftes Permalink Trackbacks (0)

Man mag es kaum glauben, aber es stimmt tatsächlich, die CDU sammelt Geld für Cannabis. Der Fall Ute Köhler ging ja schon öfter durch die Medien, unter anderem hatte sich die Krebspatientin mit einer Hanf-Pflanze selber angezeigt, jetzt bekommt sie Unterstützung von der örtlichen CDU.

Kurzfassung: Da die AOK sich immer noch weigert die Kosten für eine Cannabis-Behandlung zu finanzieren, organisiert der CDU-Ortsverband Scheibe-Alsbach und Steinheid ein Fussballturnier um Geld für die Cannabis-Medizin zu besorgen. Mal davon abgesehen das die 250 EUR, welche die Kosten für nur eine Wochen-Ration Dronabinol decken, ein Tropfen auf den heißen Stein sind - immerhin wird es für Aufregung sorgen.

„Wir wollen mit unserem Benefizspiel den Kampf von Ute Köhler um das einzige ihr helfende Präparat aktiv unterstützen“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes, Henry Worm. Der Ortsverband wolle mit einem Scheck über 250 Euro die Kosten des Arzneimittels für eine Woche finanzieren und somit das Verhalten der Thüringer AOK kritisch hinterfragen.

Gut, wenn man für 250 EUR natürliches Cannabis kaufen würde, man hätte für mehr als einen Monat genug Schmerzmittel. Auch hat natürliches Cannabis ja viel weniger Wirkstoffgehalt, und wäre ja damit - laut den ganzen aktuellen Berichten - viel ungefährlicher? Selbst das Horror-Gen-Grass mit 20% THC mutet ja noch harmlos an gegen den puren Wirkstoff aus der Apotheke? Und wird uns nicht immer gepredigt ein hoher THC-Gehalt sei extrem schlecht für die Gesundheit? So langsam verwirrt es mich doch ;)


Polizisten-Logik

joan 01 August, 2007 11:44 politisches, seltsames, zitiertes Permalink Trackbacks (0)

Das es Polizisten oftmals mit dem logischen Denken nicht so haben ist ja bekannt, da braucht man normalerweise nicht noch extra drauf rumreiten. Folgendes Zitat ist allerdings zu schön um sich nicht darüber lustig zu machen. Es stammt aus einem Artikel der Rheinischen Post, einer Zeitung die durch ihre Anti-Drogen-Hetze regelmäßig auffällt.

[...] Doch es bleibt eine „Sisyphos-Arbeit“, wie Polizeipräsident Herbert Schenkelberg sagt. „Die Ursache für Drogenkriminalität ist die Sucht - die kann nicht die Polizei bekämpfen.“ Schwerstabhängige schreckten die Mittel von Polizei und Justiz nicht ab. „Sie tun alles, um ihre Sucht zu befriedigen, die haben keine Angst vor Strafen.“

Schenkelberg findet es deshalb[sic!] gut, dass die Justizministerin einen härteren Kurs gegen den Besitz illegaler Drogen einschlägt. „Es ist wichtig, klare Zeichen vor allem für junge Menschen zu setzen, damit es erst gar nicht zur Sucht kommt.“ [...]

Zusammengefasst hieße das: Es bringt nichts - deshalb sollte man es ausweiten.


Powered by LifeType
© 2006 - Design by Omar Romero (all rights reserved)