EU führt neue Partydroge ein

joan 17 Juli, 2007 17:10 politisches Permalink Trackbacks (0)

Schon mal was von der "Partydroge BZP", oder genauer "1-Benzylpiperazin" gehört? Nein? Komisch, ich auch nicht, musste erst suchen... Egal, bald ist es sicher in aller Munde - denn die EU-Kommission rührt grad ordentlich die Werbe-Trommel. Das ist nämlich meist der einzige bemerkbare Effekt von Kampagnen die mit den Worten "Eindringliche Warnung vor..." beginnen.

[...] Das Mittel habe leicht aufputschende Wirkung und werde auf dem illegalen Drogenmarkt zum Teil auch anstelle von Ecstasy verkauft. Die Nebenwirkungen reichten von Kopfschmerzen über Bluthochdruck bis zu Erbrechen und Krampfanfällen. BZP sei vor Jahren als Medikament gegen Depressionen zugelassen worden, nach Feststellung der Nebenwirkungen aber vom Markt genommen worden, erklärten Kommissionsexperten.

BZP - oder "1-Benzylpiperazin" - ist nach Angaben der deutschen Apothekerverbände unter verschiedenen Namen im Handel erhältlich: "A2", "Herbal Ecstasy", "Herbal Party Pills", "Legal X", "Legal E", "Frenzy" oder "Nemesis". [...]


Mal ganz davon abgesehen das hier Produktgruppen und Bezeichnungen durcheinander geworfen wurden - unterstellen will man natürlich nichts böses - aber irgendwie erinnert mich das schon stark an die Quasi-Einführung von GHB durch den damaligen Bundesdrogenbeauftragten Eduard Lintner.

Update vom 18.07.2007

So, die Presse hat das wie erwartet aufgegriffen, hier die Links zu einigen Werbe-Artikeln für Österreich, Irland, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien. Und das war nur ne kleine Auswahl, wohl dem der das Zeug verkauft, die Umsätze sollten phänomenal sein ;)


Zauberpilze dank Irrem bald verboten?

joan 17 Juli, 2007 15:28 märchenhaftes, auswärtiges Permalink Trackbacks (0)

Diese Nachricht war wahrlich schauderhaft - ein richtiges Drogen-Horror-Geschichtchen mit allem was dazu gehört - da freut sich jeder Schreiberling. Kurz erzählt ist sie noch dazu: Ein irrer, französischer Psycho-Pilz-Rauschgift-Mörder mit Halluzinationen schlachtet und rasiert in Amsterdam seinen Hund um dessen Geist zu befreien - ogottogottogott. Und sowas darf legal verkauft werden? Nun, man braucht sich nícht wundern das es bei solcher Presse nicht besonders lange dauert bis die ersten Politiker auf den Zug aufspringen - und prompt geht die Forderung nach einem Verbot der angeblich so gefährlichen "Drogen-Pilze" quer durch alle Medien.

Gut, heute wurde klar das der Typ weder Pilze genommen oder Grass geraucht - sondern eine 1A Psychose hatte - aber diese lassen sich so schlecht verbieten. Das sich Pilze durch ein Verbot in Luft auflösen ist zwar auch eher unwahrscheinlich - da sei der Schwarzmarkt vor - aber das wäre wohl auch etwas weit gedacht. Aber noch ist nicht aller Tage abend, vielleicht befragt man ja auch nochmal ein paar Experten bevor am Freitag über das Verbot entschieden wird - aber dafür würd ich lieber keine Garantie übernehmen. Eher pessimistische Menschen sollten vielleicht besser noch vorsorgen. ;)


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