Cannabis-Farmer helfen Afrika

joan 24 Juni, 2007 18:59 vermischtes Permalink Trackbacks (0)

...nicht ganz freiwillig - aber immerhin. Wie der britische Observer berichtet, spendet die Polizei von Strathclyde beschlagnahmte Lampen, Vorschaltgeräte, Lüfter und sonstiges Anbau-Zubehör an eine Hilfsorganisation. Diese verschicken den Kram dann an Zuchbetriebe in Afrika, wo sie weiter benutzt werden können - wenn auch nicht für Cannabis.

Seltsam: Viele der Lampen und Lüfter wurden an Krankenhäuser für Aids-Patienten verteilt. Wäre es in diesem Fall nicht besser gewesen weiter Grass damit anzubauen und als Schmerzmittel/Appetitanreger an die Patienten zu verteilen? Aber hey, ich bin kein Arzt, war nur so ne Idee ;)


Kreuzberg bald narkotisiert und eingezäunt?

joan 19 Juni, 2007 12:55 politisches, repressives Permalink Trackbacks (0)

Wir berichteten ja vor kurzem schon vom Symposium zur Zukunft der nicht-tödlichen Wirkmittel. Wie konkret die Pläne zum Einsatz von Drogen zur Deeskalation wirklich sind - keine Ahnung - die Planspiele sind jedoch, mal ganz abgesehen von der Zielgruppe, mehr als schräg. In einem Artikel der SZ vom 18.6.2007 über Hirnforschung findet man zum Beispiel folgenden, vielversprechenden An- ...äh... Absatz.

[...]
Der Chef der Abteilung erzählte im Plauderton, man habe kürzlich auf Anfrage der Bundesregierung einen Workshop mit Soziologen, Bionikern, Hirnforschern, Steuerungstechnikern und anderen Experten abgehalten.

Am Beispiel von Berlin habe man die augenblickliche "soziale Segregation extrapoliert". Das sollte so viel heißen wie: Was passiert eigentlich, wenn sich Probleme mit Migranten und schlecht integrierten Deutschen ausländischer Herkunft wie kürzlich in Kreuzberg und Neukölln verschärfen?

Die Gruppe von Wissenschaftlern entschied sich "klassisch" für das Einzäunen - zum Schutz der "höherwertigen Lebensräume" und um zu verhindern, dass marodierende Horden aus den weniger wertvollen Quartieren die ungeschützten urbanen Zwischenlagen plündern.

Dass eine Kasernierung der "Unzufriedenen" soziale Spannungen eher verstärkt, fiel unmittelbar auf. Der Vorschlag der Arbeitsgruppe: die bestehende Infrastruktur nutzen und die unruhigen Bezirke über Drogen im Trinkwasser ruhig stellen.
[...]


Von guten und bösen Cannabinoiden

joan 13 Juni, 2007 19:21 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Die forschenden Pharmaunternehmen haben sich ja schon lange auf den Hanf gestürzt. Schließlich kann man damit - nicht zuletzt dank des Verbotes - auf vielfältige Weise Geld verdienen. Während man für eine kleine Menge Marihuana Probleme mit den Behörden bekommt kann man die selbe Menge THC in synthetischer Form legal - und für ein Schweine-Geld - auf Rezept in der Apotheke kaufen. So verwundert es auch kaum das viele Unternehmen daran arbeiten endlich den guten Hanf vom Bösen zu extrahieren, ohne Rauschwirkung könnte man Cannabis-Medikamente schließlich auch ohne Betäubungsmittel-Rezept vertreiben.

acompliaAber auch ein völlig neuer Markt ist am entstehen, sogenannte Cannabinoid-Blocker sollen Rezeptoren lahmlegen an denen körpereigene Cannabinoide andocken. Als kleines Beispiel sei hier das "Medikament" Zimulti von Sanofi-Aventis benannt, welches in vielen Ländern und der EU seit längerem unter dem Namen Acomplia verkauft wird. Der Wirkstoff Rimonabant verhindert das Andocken von Cannabinoiden an Rezeptoren im Gehirn und blockiert dadurch Heißhungersignale - was gegen Übergewicht helfen soll.

Leider hat der Hersteller noch ein paar Problemchen mit der Zulassung in Amerika, heute steht mal wieder eine Entscheidung der FDA an, bisher war die Behörde aufgrund von ein paar Nebenwirkungen nicht bereit dazu. "Bedenken über nachteilige Wirkungen bleiben bestehen, vor allem bei den nachteiligen psychiatrischen Reaktionen." Auftretende Probleme bei Patienten sind zum Besipiel: Unwohlsein, Persönlichkeitsveränderung, Alpträume, Depressionen, Selbstmordrisiken, diverse psychiatrische sowie neurologische Probleme und Krampfanfälle. Aber das ist kein Problem für Sanofi-Aventis, so überstiegen die positiven Wirkungen (in Verbindung mit Diät 5% Gewichtsverlust) mögliche Risiken, die zudem in der klinischen Praxis behandelbar seien.

Auf Deutsch, ein Fettleibiger von sagen wir mal 160 Kilo Körpergewicht kann mit dem Zeug (und mit Diät - ha ha) im Jahr ganze 8 Kilo abnehmen, wenn er sich nicht bis dahin wegen seiner Depressionen vom Dach gestürzt hat. Das Hilfsmittel dafür bekommt er in der Apotheke, in Deutschland bis vor ein paar Monaten sogar ohne Zuzahlung, gesponsort von den Krankenkassen. Ein MS-Kranker hingegen sollte lieber nicht nach natürlichem, bezahlbaren Cannabis fragen. Denn wägen unsere Behörden hier zwischen positiven Wirkungen und Risiken ab werden sie zu dem Schluss kommen das ein bisschen "Rausch" auf jeden Fall schwerer wiegt als ein schmerzfreies Dasein.

aktuelle Links zum Thema:
Medikament gegen Übergewicht beeinflusst Psyche
Körpereigene Cannabinoide wirken entzündungshemmend
Haschisch-Salbe kann Allergikern helfen
Wikipedia: Cannabinoide

Update vom 14.06.2007 - 20:15:47

In Amerika wurde Acomplia aus obengenannten Gründe nicht zugelassen. Die Aktien von Sanofi-Aventis brauchen daraufhin um 6,7 Prozent ein.


Drogendelikte schlimmer als Terrorismus?

joan 08 Juni, 2007 19:39 politisches Permalink Trackbacks (0)

Heute entscheidet der Bundesrat über eine Verschärfung der Telefonüberwachung. Genauergesagt geht es um die sogenannte Vorratsdatenspeicherung, in deren Rahmen Telefon- und Internetdaten ein halbes Jahr gespeichert werden sollen. Als Grund dafür wird angegeben, man könne der Polizei die Arbeit nach Kriminellen und Terroristen so erleichtern.

Aber geht es dabei wirklich um Terrorabwehr und die Bekämpfung von schwerer Kriminalität? Wer ist denn die bevorzugte Zielgruppe für Staats-Spitzel? Na? Dämmerts? Genau! Die bösen bösen Drogenkonsumenten und ihre Fachhändler. Wenn man in die öffentlich zugänglichen Statistiken schaut stellt man schnell fest: Der überwiegende Teil der Überwachungsmaßnahmen richtet sich gegen Verkäufer und Benutzer von illegalen Substanzen.

Beispiel gefällig? Aber gerne, hier die nackten Zahlen von 2005:

3331 abgehörte Personen wegen Straftaten nach dem BtmG (§ 100a Satz 1 Nr.3 StPO)
1675 wegen sonstiger Kriminalität *
  440 wegen Terror-Kram **

...wobei 521 Personen auch mehrfach gezählt worden sind, da sie in mehrere Kategorien passten.

* oder dem was unser Staat dafür hält. Zum Beispiel passierten davon allein 204 Abhörmaßnahmen aufgrund von Straftaten nach dem Aufenthalts- sowie dem Asylverfahrensgesetz.
** = Friedens-, Hoch- und Landesverrat, Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates, Gefährdung der äußeren Sicherheit (36x), Straftaten gegen die Landesverteidigung (25x), Anstiftung oder Beihilfe zur Fahnenflucht (1x), Straftaten gegen Natotruppen (1x), Straftaten gegen die öffentliche Ordnung (157x):


Und wo bzw. was der kleine Drogenkonsument damit zu tun hat möchte ich auch noch schnell verdeutlichen, an Hand folgender Rede aus einer Bundestagsdebatte vom 30.3.2007 zum Thema Telekommunikationsüberwachung:


Dr. Hans-Peter Uhl [CSU]:
Wir müssen Telekommunikationsüberwachung dort anwenden, wo sie erforderlich ist: bei schweren Straftaten wie organisierter Kriminalität, Mord, Totschlag, Rauschgiftdelikten, islamistischem Terrorismus. Wenn Sie die Statistik genau anschauen, erkennen Sie, dass 90 Prozent der Telefonüberwachung in genau diesen Bereichen stattfindet.
 
Zwischenruf von Jerzy Montag [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
60 Prozent Drogendelikte! Bis zum kleinsten User!

Dr. Hans-Peter Uhl [CSU]:
Ja, natürlich. Es geht hauptsächlich auch um Drogendelikte.
 
Zwischenruf von Jörg van Essen [FDP]:
Gerade bei Drogendelikten!


Immerhin, ein netter Einspruch von den Grünen, aber sprechen wir sie mal lieber nicht auf ihre Regierungszeit an, in der sie keinerlei Ambitionen zeigten, diesen Mißstand zu beheben.

update (19:59:12)

Die von einigen Bundesländern geforderte zusätzliche Verschärfung der Telefon- und Internetüberwachung hat im Bundesrat keine Mehrheit gefunden. Bei der ersten Beratung des Gesetzentwurfs der Regierung lehnte die Länderkammer am Freitag die meisten Vorschläge ab, für Überwachungsmaßnahmen den Straftatenkatalog noch auszuweiten. (mehr lesen)

Grund zum Aufatmen? Im Gegenteil:

Der Bundesrat fordert unter anderem Erweiterungen beim Katalog der Anlasstaten. [...] Verlängerung von Überwachungsmaßnahmen von zwei auf drei Monate [...] Die Berichtspflicht für die Staatsanwaltschaft nach Beendigung einer Telefonüberwachung sei unnötig verwaltungsaufwändig und zudem verfassungsrechtlich nicht geboten - daher zu streichen. (mehr lesen)

update (09.06.2007, 14:40:22)

Ein schöner Artikel zum Thema ist heute auch bei heise online zu finden.
Link: Bundesrat fordert Ausweitung der TK-Überwachung


Drogen nur bei BILD gefunden

joan 07 Juni, 2007 19:31 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Was ist an folgendem Satz unlogisch?

Die Polizei schließt auch nicht aus, dass der Teenager mit Drogen gefügig gemacht wurde und freiwillig in das Haus kam.

Ganz genau, man wird entweder mit Drogen gefügig gemacht - oder aber man tut etwas freiwillig. Beides auf ein mal ist doch meist eher schwierig. Wenn man dann mal gutgläubig schaut wie die Bildzeitung auf einen solchen Satz kommt, dann, äh..., ja dann fällt auf das es sich wohl um einen Übersetzungsfehler handeln muss. Oder so, denn im Original lautete der Satz:

Authorities said they were not sure the girl - who they said had a "tough" life involving drug use and had a history of running away from home - was being held against her will.

In keinem anderen Bericht - ausser in der BILD - ist auch nur ein Wort über Rauschmittel gefallen. Aber gut, zu Entführung und Missbrauch gehören ja irgendwie auch Drogen, das macht die Geschichte einfach etwas runder...

P.S.:
Wie BildBlog berichtet gab es auch weder Mißhandlungen noch Missbrauch.


Die Wahrheit über Drogen

joan 07 Juni, 2007 11:40 vermischtes Permalink Trackbacks (0)

Wenn RTLII mit der Wahrheit über Drogen droht kann man schon halbwegs erahnen was da auf einen zu kommt. Am Sonntag, 10. Juni 2007 um 19:00 ist dieses Machwerk mal wieder zu sehen, wer also mal bestaunen will was RTL2 unter einem Wissenschaftsmagazin versteht sollte sich das nicht entgehen lassen.

Unter anderem lernen wir in dieser Sendung wie schon die alten Griechen (das erst 1938 entdeckte) LSD konsumierten - aber nur zu medizinischen oder rituellen Zwecken. Cannabis enthalte dreimal mehr vom Wirkstoff THC als früher, schädigt Hirn und Spermien und so weiter und so fort... So kriegt jede illegale Droge ihr Fett weg, alles toll erklärt unter Einsatz von mehrfach prämierten 3D-Animationen - was den Mangel an Information wohl wieder aufwiegen soll.

Und zum Abschluss wird uns noch gezeigt wie man ohne Drogen einen dauerhaften Glückszustand erreichen kann - man mache einfach Sport und trinke dannach ein Bierchen. Prost.

Pikant: Während der von der Caritas organisierten langen Nacht der alkoholfreien Getränke im Rahmen der SuchtWoche 2007 Alkohol am 15.06.2007 in Haßfurt wird um 21.00 Uhr ein ominöser Videofilm namens Die Wahrheit über Drogen ausgestrahlt - hoffen wir mal das es sich dabei nicht um ebendiese Propaganda handelt - ein anderer Film mit diesem Namen ist uns aber nicht bekannt, außer...

...ja, außer RTL2 gibt es nämlich nur noch eine weitere Firma die sich brüstet die "Wahrheit über Drogen" zu kennen: Scientology.


Denen werden wir heimleuchten

joan 07 Juni, 2007 01:55 politisches, repressives Permalink Trackbacks (0)

Wenn schon alles nichts hilft - versuchen wir es doch mal mit Licht. So die seltsame Logik "aller Fraktionen". Und weil sich ja bekanntermaßen der gemeine Dealer beim Anblick von L I C H T sofort in Luft auflöst, sich eines Besseren besinnt und sich denkt: "Och, ick hab ja uff een ma voll keen Bock mehr Drogen zu verkaufen, ey!", sponsert das Bezirksamt Berlin Mitte mal schnell 100.000 Euro für neue Lampen im Weinbergspark.

Nunja, dafür hamse Geld - ich hoffe nur das in naher Zukunft - wenn die Leuchten erwartungsgemäß versagt haben werden - nicht zu Knoblauch und Holzpflöcken gegriffen wird. 


Von der Moral des typischen Deutschen

joan 06 Juni, 2007 19:38 vermischtes, seltsames Permalink Trackbacks (0)

Wenn von 1.816 befragten Deutschen 51% angeben das sie "Steuern hinterziehen wenn man die Möglichkeit dazu hat" "in jedem Fall für in Ordnung" halten - und wenn von den gleichen Deutschen 69% sagen sie würden es "in jedem Fall für in Ordnung" halten "über Ausländer Witze zu machen" - braucht man sich auch nicht wundern wenn 74% "Drogen wie Haschisch oder Marihuana nehmen" mit den Worten "Auf keinen Fall" ablehnen - und gleichzeitig nur 73% etwas gegen "Diebstahl von Kleinigkeiten im Kaufhaus" einzuwenden haben.

...wie AP jetzt allerdings auf folgendende Überschrift kam vierschließt sich mir noch etwas...

Umfrage bescheinigt Deutschen beachtliches Moralempfinden

Aber vielleicht meinen sie ja auch "beachtlich seltsam" oder sowas - wer weiß das schon...


Drogen für die Deeskalation

joan 06 Juni, 2007 14:05 politisches, repressives Permalink Trackbacks (0)

Bald gibts keins mehr auf Maul - bald gibts Gratis-Ketamin und Opiate vom Staat. Immer diese Bilder von blutverschmierten Chaoten - das kann ja so nicht weiter gehen. Besser also das CS-Gas mit Betäubungspfeilen ersetzen und den ganzen Haufen vorrübergehend einschläfern?

Klingt utopisch? Würden die doch nie machen? Vielleicht, aber man soll ja niemals nie sagen. Es gibt da auf jeden Fall genügend Leute die in genau diese Richtung forschen - und das nicht nur in Ami- oder Russland. So fand Ende Mai in Deutschland das vierte internationale Symposium zur Zukunft der nicht-tödlichen Wirkmittel statt, veranstaltet vom Fraunhofer Institut für chemische Technologie.

Dort referierte unter anderem auch Jitka Schreiberova von der Prager Karls-Universität. Staatlich gefördert untersucht sie die Wirkung von aggressionsmindernden Pharmazeutika auf Primaten und kann deren Willen mittels verschiedener Opioide jetzt schon innerhalb weniger Minuten gänzlich brechen. Ihrer Meinung nach wären auch Midazolam, Naphtylmedetomidin und etliche Ketamine zur "crowd control" (Besänftigung von Menschenmengen) geeignet.

Der deutsche Repräsentant betonte die im Licht der neuen Sicherheitslage erwachsene Notwendigkeit einer Modifikation internationalen Rechts, um den Einsatz chemischer Stoffe bei Geiselnahmen, Massenausschreitungen oder bürgerkriegsähnlichen Gewalttätigkeiten wie etwa im Kosovo zu legalisieren.

Link zum kompletten Artikel (bei telepolis): Eine andere Gewalt ist möglich
Link zum kompletten Artikel (ZEIT online): Pillen gegen den Feind


Bitte Bitte nur sieben Tage

joan 05 Juni, 2007 14:04 seltsames Permalink Trackbacks (0)

Stellen wir uns mal folgendes vor:
Sportverbände und Vereine starten eine Kampagne für verantwortungsvollen Cannabis-Konsum bei Kindern und Jugendlichen. Begründung: Dass Cannabis aus dem Leben vieler junger Menschen nicht mehr wegzudenken ist, zeigen aktuelle Zahlen [...] - Cannabis generell zu verbieten, würde nicht gelingen [...] - und so, wie Kinder laufen, kicken und eine Flanke im Fußball lernen, müssen sie auch den richtigen Umgang mit Suchtmitteln lernen. Ziel der Aktion sei vor allem die Prävention bei Kindern und Jugendlichen und da rund 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen Mitglieder in Sportvereinen seien, hofften die Veranstalter, durch die Initiative viele von ihnen zu erreichen.

Stellen wir uns weiterhin vor das Sinnbild dieser Aktion wäre eine Wasserpfeife mit nur halb gestopftem Köpfchen, in welcher - wie in einer Vase - eine Blume steht. Und nun stellen wir uns noch schnell vier Sportfunktionäre vor die jeweils eine dieser Bongs grinsend in die Kamera halten. Bildunterschrift: Wir sind so frei - Sieben Tage ohne!

Oh, ich höre schon den Aufschrei in der Presse, wie kann man nur Kindern Haschisch empfehlen - wo doch jeder weiß das ein verantwortungsvoller Konsum davon nicht möglich ist. Schließlich gibt es in der offiziellen Sprache nur Miß- und keinen Gebrauch. Und vor allem bei Kindern und Jugendlichen führt selbiger sowieso schnell zur sofortigen Gehirn-Rückbildung und macht sie zu sabbernden, inkontinenten Monstern.

Aber wenn wir jetzt mal fix das Wörtchen Cannabis mit Alkohol ersetzen würden?
Und statt der Bong würden wir einfach einen halbvollen Maß-Krug Bier mit Blume nehmen?
Was würde dann passieren?


Bild: Jürgen Peperhowe, Westfälische Nachrichten

Genau, ruckzuck bekämen wir Fördergelder vom Bund und unsere Aktion wäre Teil der bundesweiten Suchtwoche gegen Alkohol, die unter der Regie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ausgerufen wurde. Alkohol-Abgabe an Kinder ist zwar auch nicht so ganz OK, aber hier sieht man der Realität ins Auge. Irgendwie muss man die Kiddies ja erreichen - und einsperren hilft ja (bei Alkohol) nicht.

Prost.


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